EAZ: Perthes plant jetzt ohne Anbau

+
Das Evangelische Altenzentrum.

NEUENRADE - Beim Perthes-Werk hat man die ursprünglichen Pläne für den Ausbau der Altenhilfeeinrichtung an der Engelbertstraße begraben.

 Offenbar wollte man sich nicht auf einen zeitraubenden juristischen Clinch mit einem Anwohner einlassen, der sich gegen die Pläne gewandt hatte. Nun gibt es eine grundlegend neue Planung – ohne Anbau. Das erläuterte Ralf Lohscheller, Geschäftsbereichsleiter der Perthes Altenhilfe Süd, auf Nachfrage.

 Und jetzt muss es auch flott gehen, denn es pressiert, weil die neuen Gesetze zeitnah umgesetzt werden müssen. Das Gesetz fordert bei Altenhilfeeinrichtungen unter anderem eine bestimmte Einzelzimmerquote und es stellt besondere Anforderungen an die Sanitärbereiche. Die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Deadline sei Juli 2018 und bis dahin müsse alles erledigt sein, sagte Lohscheller. Klar ist jetzt schon: das Evangelische Altenzentrum wird während des laufenden Betriebes umgebaut, eine Aufstockung des Gebäudes liegt im Rahmen des Möglichen.

Das erfordert intern Umzüge, zudem werden die Umbauarbeiten in enger Abstimmung mit der Einrichtung erfolgen. Das Investitionsvolumen kann sich dabei sehen lassen. Lohscheller spricht hier von einem Millionenbetrag im einstelligen Bereich. Eingesetzt würden für die Umbauarbeiten möglichst Betriebe aus der Region, sagte Lohscheller bei einer anderen Gelegenheit. Bei den neuen Plänen will man die Zahl der Plätze in der Einrichtung möglichst erhalten. Aktuell wohnen im EAZ 74 Menschen in 52 Einzel- und elf Doppelzimmern. Alle Zimmer verfügen über eigene Nasszellen mit Toilette, teilweise Dusche.

Grundausstattung sind ein Pflegebett, Nachttisch und Kleiderschrank. Jedes Zimmer hat Telefon- und Fernsehanschluss. Das EAZ verfügt zudem über einen großen Speisesaal, der auch für Veranstaltungen genutzt wird.

Wie bereits erwähnt, möchten die Verantwortlichen des Perthes-Werk nicht den juristischen Weg gehen, um die ursprüngliche Planung zu realisieren. Die ist Makulatur, die Planungskosten und die Arbeitszeit sind dahin. Gleichwohl: Ein derartiges Projekt möchte man im Einvernehmen verwirklichen, hieß es. Vor allem gegen den ursprünglich geplanten Anbau hatte sich wohl ein Anwohner gestellt – er fürchtete nach Fertigstellung Verschattungen.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare