Entlastung für Neuenrader Bürger und Innenstadt

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Das Thema ist Jahre alt – jetzt kommt Bewegung in die Planung der B 229n. Bis die Bagger anrücken können, werden aber noch mindestens drei Jahre vergehen.

Neuenrade - Auf die Nachricht, dass die Umgehungsstraße – die B 229n – vom Ministerium für Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung und Verkehr als vorrangig bezeichnet wurde, reagierten Neuenrades Bürgermeister Antonius Wiesemann und Bauamtsleiter Marcus Henninger erfreut.

Sie sind froh, damit den nächsten Schritt in dem Projekt geschafft zu haben. „Die B 229n ist wichtig für Neuenrades Stadtentwicklung“, betonte Wiesemann. Vor allem die Neuenrader Bürger und die Innenstadt sollen durch die Bundesstraße entlastet werden.

80 Prozent des derzeitigen Durchgangsverkehrs sind Schwerlaster ab 7,5 Tonnen. Bis zu 40 Prozent Entlastung des gesamten Verkehrs könnte die Umgehungsstraße bringen – so war es zumindest noch vor einigen Jahren beziffert, erklärte Henninger. Die Straße soll für die Fußgänger mehr „Wohlgefühl und Sicherheit“ bringen, so Wiesemann. Die B 229 soll rund drei Kilometer lang werden und südlich an Neuenrade vorbeiführen – ab Hüttenweg bis etwa zum Haller Weg.

Karl-Hermann Metz vom Landesbetrieb Straßen.NRW ist mit dem Projekt vertraut. Er ist sich sicher, dass nun die Arbeiten für die Genehmigung des Bauvorhabens, das sogenannte Planfeststellungsverfahren, fortgeführt werden können. Dazu müssten zunächst die bisherigen, abgeschlossenen Untersuchungen überprüft werden, damit man mit aktuellen Unterlagen arbeiten kann. „Das dauert ein Jahr“, versicherte Metz.

Baugenehmigung frühestens 2018

Im Herbst 2016 könne dann die Planfeststellung, also eine Genehmigung des Bauvorhabens, bei der Bezirksregierung Arnsberg beantragt werden. Dieses Verfahren dauere weitere zwei Jahre, ehe das Ganze genehmigt werden könne, so Metz weiter. Der nächste Schritt wäre dann die Finanzierung durch den Bund. Bis es soweit ist und überhaupt an einen Baubeginn gedacht werden könne, vergehen also noch mindestens drei Jahre.

Die Umgehungsstraße hat in Neuenrade eine lange Vorgeschichte. Bereits im Jahr 2000 hat der Rat dem Projekt zugestimmt und Planungen für den Ausbau erstellt. Zwischenzeitlich sei das Projekt als „grau“ eingestuft, die Entscheidung über die Fortführung des Projektes war somit vertagt. Nun steht fest: Die B 229n wird vorrangig weitergeführt.

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