Bus wird ersten Zug ersetzen

Eisenbahnfreunde kümmern sich um Lösung beim NWL

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Ein Bus wird als Ersatz für die weggefallene Zugverbindung am Neuenrader Bahnhof starten.

Neuenrade - Die Eisenbahnfreunde Hönnetal setzten sich jetzt für Neuenrader Fahrschüler ein. Ein Zug in den Morgenstunden fiel weg, Schüler wären nicht rechtzeitig zum Unterricht gekommen. Die Eisenbahnfreunde intervenierten beim Nahverkehr-Westfalen-Lippe.

„Zum Fahrplanwechsel am 11. Dezember kommt es auf der Hönnetalbahn zu umfangreichen Veränderungen, die bekanntermaßen nicht nur positive Auswirkungen auf die Hönnetaler Bahnkunden haben“, schreibt der Pressesprecher des Vereins, Burkhard Wendel. 

Massive Probleme für Fahrschüler

Durch die um eine etwa halbe Stunde spätere Abfahrzeit des ersten Zuges ab Neuenrade in der Woche und der neuen Ausrichtung der Anschlüsse in Fröndenberg auf Dortmund hätten Fahrschüler in Richtung Hagen und Olsberg massive Probleme bekommen. 

„Eine rechtzeitige Ankunft zum Unterrichtsbeginn wäre unmöglich gewesen“. Eine zusätzliche Leistung auf der Schiene ab Neuenrade am frühen Morgen sei zumindest für die neue Fahrplanperiode nicht möglich, da dies eine langwierige Entscheidungs- und Planungsphase bedeutet hätte. 

Doch: „In früheren Jahrzehnten wurde zum Teil als Frühverbindung ab Neuenrade ein Bahnbus eingesetzt“, schreibt Wendel. So hätte der Verein beim Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) in Unna vorgeschlagen, eine Frühverbindung per Bus ab Neuenrade einzurichten. Der NWL habe diesen Vorschlag „erfreulicherweise aufgegriffen“ und kurzfristig „mit dem Busverkehr Ruhr-Sieg GmbH (BRS) eine Lösung gefunden“. 

Vor dem ersten Zug werde werktags an Schultagen (außer am Freitag nach Christi Himmelfahrt) ein Bus um 5.15 Uhr ab Neuenrade (Balve ab 5.32 Uhr) fahren. Mit dem Anschlusszug um 6.19 Uhr ab Fröndenberg wird Hagen Hbf dann um 6.42 Uhr erreicht bzw. 6.15 Uhr ab Fröndenberg wird Olsberg um 7.11 Uhr erreicht. Die Bahnfahrkarten (auch Zeitfahrkarten) gelten dabei ohne Aufpreis im Bahnbus. 

Eisenbahnfreunde bedanken sich für Umsetzung

Joris Schmidt, Mitarbeiter Angebotsplanung beim NWL, weist zudem darauf hin, dass der Bus nicht immer unbedingt direkt am Bahnhof halte, sondern auch an der Straße. Die Eisenbahnfreunde jedenfalls bedanken sich „für die zeitnahe Umsetzung“ ihres Busvorschlags beim NWL und beim BRS.

Dieses zusätzliche Fahrangebot für die Hönnetaler ab Fahrplanwechsel werde sicher von den betroffenen Reisenden begrüßt werden. Unabhängig davon wäre es nach Ansicht der Eisenbahnfreunde „auf Dauer selbstverständlich vorteilhaft, wenn diese Frühverbindung alternativ auf der Schiene angeboten würde“. 

Weitere Gespräche in dieser Sache würden die Eisenbahnfreunde mit dem kooperativen NWL führen. Joris Schmidt, NWL-Mitarbeiter, sagte auf Nachfrage, dass derartig umfassende Umstellungen nicht allzu häufig vorkommen würden. „derartig großflächige Veränderungen hat man nicht jedes Jahr.“ Bei diesem geplanten Fahrplanwechsel habe man unter dem Strich, auf das gesamte Sauerland-Netz gesehen, ein deutlich besseres Angebot. 

Die Takte seien verdichtet worden. Gleichwohl könne es durchaus sein, dass bei einem derartigen Großprojekt etwas untergehe. Daher sei man immer auf Hinweise von Institutionen oder Privatpersonen angewiesen. Wir schauen uns das ernsthaft an und in der Regel finden wir eine Lösung.

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