Burgschüler machen Zirkus

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Ein Zirkusprojekt starten die Burgschüler in Neuenrade.

Neuenrade - „Die Kinder lernen Dinge, von denen sie gar nicht wussten, dass sie das überhaupt können.“ Das verspricht der Leiter des Zirkus Rondel, René Ortmann, der seit Sonntag im Park neben der Grundschule seine Zelte aufgeschlagen hat.

 Die Kinder der Grundschule, einschließlich der Altenaffelner Grundschüler, schnuppern in dieser Woche Zirkusluft. Im Rahmen des Projektes erlernt jedes Kind im Laufe der Woche Kunststücke. Am Freitag und Samstag werden die dann im Rahmen mehrerer Vorstellungen präsentiert. Gezeigt wird Akrobatik, Jonglage, Clownerien und Dressur.

Das sollte sich niemand entgehen lassen. Nur noch wenige Restkarten sind zu haben, sie werden im Sekretariat der Burgschule verkauft. Gestern gab es zunächst eine große Eröffnungsvorstellung der Zirkusmannschaft für die Kinder. Dabei konnten sie erahnen, was in dieser Woche auf sie zukommen wird. Danach durften sich die Kinder für die jeweiligen Ressorts anmelden, konnten entscheiden, ob sie lieber Akrobatik mit Trapez und allem Drum und Dran oder beispielsweise ein Pony oder Tauben dressieren wollten. Am Montag endete der Aufwärmtag dann in einer großen Zirkusparty in der Zeltarena. Von Dienstag an bis einschließlich Donnerstag trainieren die Kinder. Generalprobe ist am Freitag.

Zirkusprojekt der Neuenrader Grundschüler

Für die Kinder wird es sicher ein persönlicher Gewinn, egal für welche Abteilung sich die Kinder auch entschieden haben. Zirkus-Chef Ortmann betonte dazu: „Jedes Kind bekommt ein Kostüm und jedes Kind wird im Mittelpunkt stehen.“. Ob Feuerspucken oder Trapez-Akrobatik – jede Nummer sei anspruchsvoll. 22 Jahre Erfahrung habe der Zirkus Rondel mit Kindern und die Familie stelle Artisten nun schon in der 7. Generation. Vom ersten bis zum letzten Schultag der Ferien sei man gebucht und sogar während der Ferien habe man Projekte.

Für Schulleiter Awerd Riemenschneider hat das Zirkusprojekt wertvolle pädagogische Effekte und Zirkuschef Ortmann bestätigt das auch mit dem Feedback aus der langjährigen Erfahrung. So würden Erst- bis Viertklässler miteinander intensiv trainieren, das festige die sozialen Bindungen. Auch die Motorik der Kinder werde verbessert und das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt. „Die Kinder wachsen über sich hinaus.“

Nicht nur die Kinder sind in Sachen Zirkus engagiert. So berichtete Schulleiter Riemenschneider, dass 30 Helfer aus der Eltern- und Lehrerschaft beim Aufbau des Zeltes mit Hand angelegt hätten und das Zelt mitsamt Außenanlage unter Leitung von Zirkusdirektor Ortmann in nur zwei Stunden und 45 Minuten aufgebaut hätten. Immerhin: Es ist kein kleines Zelt. Es fasst pro Vorstellung 550 Personen. Dass das einwöchige Zirkusprojekt an der Schule möglich ist, dafür haben Sponsoren und der Förderverein gesorgt.

Von Peter von der Beck

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