Einladung zur Turkish-Henna-Night

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Sandra Horny, Derya Ersoy und Elif Ögüt werben für die Turkish-Henna-Night.

Neuenrade - Es ist eine Herkulesaufgabe, welche die beiden jungen deutschen Frauen hier stemmen. Sie wollen den interkulturellen Dialog fördern. Elif Ögüt und Derya Ersoy haben türkische Wurzeln und sie wollen die türkische Kultur und Lebensart über den Verein Elif den deutsch-, polnisch- oder auch italienisch-stämmigen Bürgern näherbringen. Sie wollen Klischees abbauen: „Wir wollen zeigen, wie wir wirklich sind.“

Eine erste erfolgreiche Aktion in Neuenrade gab es im vergangenen März im Rahmen der türkischen Coffee-Night. Viele Leute kamen zu der Veranstaltung, lernten Hintergründe zur Tradition des türkischen Cafés/Kaffees kennen. Die Menschen kamen ins Gespräch und mit rund 50 Gästen war die Veranstaltung bestens besucht. Nun gibt es etwas Neues, wie Ögüt und Ersoy gestern bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Zelius-Leiterin Sandra Horny in der Bücherei darlegten.

Am kommenden Mittwoch, 25. November, wird es in der Bücherei um 19 Uhr eine sogenannte Turkish-Henna-Night geben. Nur Frauen sind dabei zugelassen. Bei der Henna-Night handele es sich um eine Art türkischen Junggesellinnen-Abschied/Polterabend vor einer türkischen Hochzeit. Und dazu gibt es viel zu erzählen, zum Warum und Wieso.

Diese Henna-Night gehöre zu den besonderen Ereignissen im Leben einer jungen Frau mit türkischen Wurzeln – sie verlässt das Elternhaus, um ihre eigene Familie zu gründen. Um den Gästen die ganze Szenerie anschaulich zu machen, haben die jungen Mädchen des Vereins ein Theaterstück vorbereitet, bei dem die Schwiegermutter, Braut, Freundinnen, Freunde und andere eine Rolle spielen. Zudem werden kleine Stationen aufgebaut, bei der die Gäste traditionelle Kleider anprobieren dürfen und sich anschließend dabei ablichten lassen können.

Klar, dass es natürlich auch eine Station mit Henna-Tattoos gibt. Wie Elif Ögüt und Derya Ersoy weiter erläuterten, wird es natürlich Fingerfood und Getränke geben. Um das ganze besser organisieren zu können, bitten die beiden um vorherige Anmeldung bis kommenden Dienstag unter Tel. 0 23 92 / 6 14 87.

Erwünscht ist die Diskussion an diesem Abend in einer netten, gemütlichen Atmosphäre. „Wir hoffen auf die Diskussion, und wir sind offen für jede Frage“. Da müsse auch niemand Hemmungen haben – man möge fragen, was man immer mal fragen wollte.

Bestens bewandert sind die Frauen in Sachen kultureller Austausch und plauderten aus dem Nähkästchen, erzählten etwa, wie sie das Volkslied Hoch auf dem Gelben Wagen für eine Veranstaltung mit älteren Bürgern einstudiert hätten. Elif Ögüt erinnerte sich gut: „Da sind Mauern gefallen“. Manchmal kann es eben einfach sein.

So arbeitet der Verein Elif (Eltern-Leser- und interkulturelle Förderung) mit seinen Mitstreiterinnen an vielen Stellen für das gegenseitige Verstehen, für das Miteinander. Man biete sogar Studienreisen an und unternehme Ausflüge. Sie bauen Brücken, sie stoßen Türen auf und sind dabei unermüdlich.

- Von Peter von der Beck

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