„Eine schöne Bescherung" in der ausverkauften Villa

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Das Publikum war vom Programm, das Klaus Peter Sasse und Andrea Ziemann auf die Beine gestellt hatten, begeistert.

Neuenrade - Tatsächlich, eine schöne Bescherung. Zweiter Advent in der Villa am Wall und die Besucher bekommen etwas Außergewöhnliches, etwas mit Lokalkolorit in gediegener Vorweihnachtsatmosphäre geboten.

Das Projekt „Eine schöne Bescherung“, maßgeblich organisiert von Klaus Peter Sasse und Andrea Ziemann, Leiterin der Abteilung Musik und Tanz des forumneuenrade, hielt in der ausverkauften Villa am Wall einen abwechslungsreichen Abend mit Musik und Geschichten parat, kombiniert mit Leckereien – passend zur Jahreszeit.

„Man kann so eine Veranstaltung kaufen. ,Das können wir aber auch selbst‘, haben wir uns gedacht“, erklärte Andrea Ziemann während der Begrüßung, wie es zu der Umsetzung des Projektes in Eigenregie kam. Klaus Peter Sasse relativierte prompt: „Wir bilden uns das ein, dass wir das können“, bewies anschließend aber das Gegenteil.

Es war keineswegs Einbildung, die Sasse und Ziemann auf die Bühne lockte, eine ordentliche Portion Können verhalf dem Abend mühelos den Sprung in die Kategorie „villa-typisches Niveau“ zu meistern. Dabei zeichneten Klaus Peter Sasse und Veit Henning Krönke für den literarischen Part verantwortlich, während Andrea Ziemann an der Seite ihres Gitarristen Winni Schickentanz als Jazzduo SZ überzeugte.

Veit Henning Krönke las aus „Die kleine Fledermaus“.

„Wir lesen uns gerne gegenseitig etwas vor“, plauderte der ehemalige Neuenrader Bürgermeister über gemeinsame Stunden mit seinem Freund Krönke aus dem Nähkästchen. Dass es sich dabei unter anderem um das Vortragen von Handelsregistereintragungen handelt, so wie es Krönke verlauten ließ, wird wohl ein Scherz gewesen sein. Das literarisch bewanderte Duo liest aber auch ganz hervorragend „normales“ Schriftgut vor.

Nachdem das Jazzduo mit einigen stimmungsvollen, englischsprachigen Stücken das Programm eröffnet hatte, outete sich Veit Henning Krönke als Weihnachtsromantiker. Für seinen ersten „Auftritt“ auf dem Bühnenthron hatte er sich ein Werk mit lokalem Bezug ausgesucht. Krönke las aus „Die kleine Fledermaus“ von Christel Klostermann eine Passage einer mittelalterlichen Geschichte aus dem Sauerland.

Anschließend erklomm Klaus Peter Sasse den prominenten Sitzplatz und griff zu einer Geschichte vom Freudemachen. Und Sasse tauchte in seiner für ihn typischen Art ganz ein in das Werk, schauspielerte sich gestenreich durch die Zeilen – ein Genuss, nicht nur für die Ohren. Das konnte man im Übrigen auf den ganzen Abend übertragen. Das Quartett hat bewiesen, dass sie es doch können – lesen, singen, spielen und die Menschen begeistern.

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