Einbrüche: Förderung für Prävention und Sicherung

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Armin und Nancy Hempel von der Firma Starmin sowie CDU-Abgeordnete Christel Voßbeck-Kayser wissen: für Maßnahmen zur Einbruchsicherung gibt es nun Fördermittel.

Neuenrade - Die Firma Starmin in Neuenrade stellt Zaunbeleuchtungen her, die auch der Sicherheit dienen können. Der Bund stellt nun ab sofort Fördermittel zur Verfügung, die dem Käufer solche Präventionsmittel bezuschussen können.

Eine deutschlandweit steigende Einbruchsrate, die sich auch im Märkischen Kreis bemerkbar mache, habe den Bund dazu veranlasst, Maßnahmen zum Einbruchsschutz zu fördern, so CDU-Abgeordnete Christel Voßbeck-Kayser. Auch in Neuenrade kann eine solche Förderung in Anspruch genommen werden – dazu äußerten sich Nancy und Armin Hempel, Vertriebsleiterin und Geschäftsführer der Firma Starmin in Neuenrade sowie die Abgeordnete gestern im Gespräch.

Das seit 2011 bestehende Unternehmen Starmin ist spezialisiert auf patentierte Tor- und Zaunbeleuchtung. „Wir haben nun erfahren, dass auch unsere Produkte für den Kunden vom Staat gefördert werden können“, sagte Nancy Hempel. Die Beleuchtung sei an jedem Zaun realisierbar und könne auch mit Bewegungsmeldern gekoppelt werden. Das Licht errege Aufmerksamkeit und könne mögliche Einbrecher abschrecken, so das Ehepaar. „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht“, weiß auch Voßbeck-Kayser, die das Projekt unterstützt, durch das verschiedenste Sicherheits-Maßnahmen wie Haustüren oder Fenster bezuschusst werden können. Allerdings könne man es den Einbrechern mitunter erschweren.

Erschwert würde ebenso das mutwillige Ausschalten oder zerstören der Beleuchtung, erklärte Armin Hempel. Denn die Leuchten seien durch schlagfestes Plexiglas geschützt. Außerdem seien Zaunpfahl und Lampe gut miteinander gekoppelt und die Kabel im Boden verlegt. Auf diese Weise könne die Leuchte nicht einfach herausgerissen werden. Ein weiterer Vorteil: Der Zuschuss für Material und Montage könne sowohl von Eigentümern als auch Mietern beantragt werden. „Das stellt vor allem für Mieter eine gute Möglichkeit dar. Sie können ein solches System selbst installieren lassen oder sich die Kosten mit dem Eigentümer teilen“, betonte Nancy Hempel. In jedem Fall seien sie als Firma froh, wenn sie unterstützen könnten. Die Installation der Leuchten übernehme die Firma Starmin zwar nicht, es könne dafür aber jeder Elektriker beauftragt werden. Kontakte untereinander bestünden bereits.

Generell sei eine bessere Vernetzung wünschenswert, so die Unternehmer. „Auf diese Weise könnten noch mehr Projekte ins Leben gerufen werden“, sagte Geschäftsführer Armin Hempel. Das Portfolio der Firma habe sich bereits zusätzlich zu der Beleuchtung der Zäune erweitert. So gehören eine spezielle Sicherheitsbeleuchtung mit Warnblinklicht sowie eine Einfahrts- oder Torbeleuchtung zum Sortiment. Darüber hinaus komme in diesem Jahr ein eigenständiges Beleuchtungssystem auf den Markt, das auch ohne Zaun oder Tor installiert werden könne. „Zum Beispiel für den Garten“, so Nancy Hempel.

Wer eine Wohnimmobilie einbruchsicher machen möchte, kann verschiedene Formen des Zuschusses beantragen: Es kann 10 Prozent von der Investitionssumme bei maximal 15 000 Euro geben oder 200 bis 1500 Euro Zuschuss pro Wohneinheit. Die Mindestinvestition liegt dann bei 2000 Euro. Ebenfalls kann ein maximaler Kreditbetrag von 50 000 Euro beantragt werden.

Der Bund unterstützt damit das Programm „Kriminalprävention durch Einbruchsicherung“ der KFW Bank. Anträge und nähere Informationen können ebenfalls bei der KFW Bank eingeholt werden.

Kontaktmöglichkeiten gibt es unter www.kfw.de oder unter der Rufnummer 0 69 / 74 31 0.

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