Im Durchschnitt 270 Tonnen Salz pro Jahr für Winterdienst

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Schnee in Neuenrade - dann muss der Bauhof ran.

Neuenrade - Die Straßen der Stadt Neuenrade frei zu halten von Schnee und Eis – das bedeutet einen nicht unerheblichen Aufwand an Personal und Material für den Baubetriebshof.

 Ein Dutzend Mitarbeiter sind derzeit mit dem Fuhrpark unterwegs, plus die Subunternehmer Wiesemann, Kruse, Ossenberg mit Personal und Gerätschaften – jeweils im Wechsel. Das Schneeräumen funktioniere, Beschwerden habe er jetzt nicht bekommen, erläuterte jetzt Klaus Peter Korte, Bauhofleiter, auf Anfrage. Es gelte es vor allen Dingen die Steigungen im Stadtgebiet frei von Eis und Schnee zu halten.

Dabei ist es erstaunlich wie viel Salz verbraucht wird: So wurden im Laufe des Winters (November, Dezember) dafür schon 70 Tonnen Natriumchlorid auf den Neuenrader Straßen verteilt. Korte hatte sich jüngst auch alte Unterlagen angeschaut und dabei festgestellt, dass im Durchschnitt der vergangenen 20 Jahre 270 Tonnen Salz pro Jahr verbraucht wurden. Dabei handelt es sich meist um reines Natrium-Chlorid (Kochsalz), doch zuweilen mussten in Jahren hohen Verbrauchs allerdings auch andere Mischungen eingesetzt werden. So habe es damals durchaus recht aggressive Mischungen gegeben.

Angesichts seiner Statistik sieht Klaus Peter Korte allerdings nicht den Trend zum milden Winter, auch wenn er einräumt, dass der Salzverbrauch dabei auch mit den gestiegenen Ansprüchen zusammen hänge. Vor 20 Jahren hätte man sich im Sauerland gesagt“ ‘lass den Schnee Schnee sein“ – heutzutage allerdings müssten die Straßen nahezu restlos freigeräumt sein. Salz ist jedenfalls noch genug da, im Salzlager des Baubetriebshofes liegen derzeit noch 80 Tonnen, plus Reserve von einigen Tonnen an der Kuschert, sagte Korte.

So lebe man in Neuenrade wie auch in anderen Kommunen noch von Altbeständen. Rund ums Rathaus aber auch an den Schulen muss die Stadt die Wege natürlich auch freihalten. Der Schulhof wird dabei allerdings nicht komplett freigeräumt. Im Fall der Fälle wird hier eine Zuwegung geschoben, erläuterte Korte.

Was neuralgische Strecken wie die Serpentinen der Strecke zwischen Altena und Neuenrade anbelangt, so ist hier die Stadt gar nicht zuständig. Hier ist Straßen NRW gefordert.

-Von Peter von der Beck

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