Tanzen für das Wohlbefinden

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Tanzen ist gesund.

Neuenrade - „Vorwärts ran, seitwärts ran, Wechselschritt und schließen.....“ Die Kommandos für die Seniorentanzgruppe waren laut und deutlich in der DRK-Begegnungsstätte zu hören.

Seit über zwei Jahrzehnten hat das DRK das Seniorentanzen mit im Angebot, „weil das Honig für die Seele ist“, sagte Lieselotte Ernst. Zusammen mit Maria Brockhagen ist sie eine ausgebildete Übungsleiterin. Beide haben jetzt das Ziel, noch mehr Senioren für die Teilnahme an der Tanzgruppe zu gewinnen. Mit regelmäßigen Fortbildungen bleiben sie auf dem neuesten Stand.

 Im Vordergrund stehe eindeutig das gemeinschaftliche Gruppentanzen, aber auch das Paartanzen wird von den Senioren geschätzt. Rhythmische Bewegungen zur Musik seien für Senioren gleichzeitig Ausgleich, Entspannung und Wohlbefinden. Neben der Bewegung trainiere der Tanz auch das Gedächtnis, denn Schrittfolgen müssen im Kopf abgespeichert und wieder abgerufen werden. Zusätzlich werde mit dem Gruppentanz das soziale Verhalten und der Zusammenhalt gefördert.

 Durch Tanzbewegungen werden laut einer medizinischen Studie Endorphine ausgeschüttet, die das Schmerzempfinden beeinflussen. Eine Tatsache, die auch im Volksmund bekannt ist: „Wenn ich zum Tanzen geh’, tut mir der Fuß nicht weh.....“ „Tanzen ist schön – aber nicht alleine“, haben sich die beiden Übungsleiterinnen als Motto zu eigen gemacht.

 Eine These, die von den Seniorinnen mit viel Kopfnicken bestätigt wird, denn leider ist noch kein Mann zur Tanzgruppe gestoßen. Agnes Nottelmann ist die „Newcomerin“ in der Gruppe. Im vergangenen Jahr fand sie dort das, was sie sich vorgestellt hatte: „weil ich mich bewegen wollte und beim Tanzen lasse ich mich auch gerne führen“.

 Ursula Petzold und Sieglinde Kensbock können auf ein längeres tänzerisches Mitmachen blicken. Als Nachbarn machen sie ohnehin immer viel zusammen und seit über zehn Jahren „tanzen sie alles, was da so kommt.“ Auch Mittänzerin Ursula Wilka bestätigt das und favorisiert die Vielfalt der Tanzmöglichkeiten. Ganz konkret wird Gisela Schwen, die am liebsten nach dem „Radetzkymarsch“ ihr Tanzbein schwingt. Zur Gruppe zählt auch Waltraud Ewald, die seit sechs Jahren aktive Mittänzerin ist: „Die Hauptsache ist doch, dass du in Bewegung bist und bleibst“, sagte sie voller Überzeugung. Das Angebot der Übungleiterinnen ist vielfältig: Ob Walzer, Tango, Samba, israelische Kreistänze, Line-Dance oder Blocktanz – für jeden ist etwas dabei und die Lebensfreude werde durch Tanzen erhöht.

Jeweils donnerstags wird in der DRK-Begegnungsstätte am „Platz der Generationen“ ab 17 Uhr getanzt. Eine Stunde, mit Pause, werden Tanzschritte einstudiert und zur Musik umgesetzt. Wer an dem Angebot Interesse und Freude hat, der ist für Donnerstag, 21. Januar, eingeladen zur „tänzerischen Schnupperstunde...“

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