Drei offene Gärten in Neuenrade

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Beate Berth öffnete zum ersten Mal im Rahmen der „Offenen Gärten im Ruhrbogen“ ihre Pforten für die Öffentlichkeit. Sie hat einen „leicht gezähmten Naturgarten“ angelegt – inklusive Feuerstelle und Sitzplatz.

Neuenrade - Die Natur liebt den Regen. Das feuchte Nass sorgt für eine üppige Vegetation. Am Sonntag hätten die Teilnehmer am Tag der „Offenen Gärten im Ruhrbogen“ aber liebend gerne auf die Feuchtigkeit verzichtet und den interessierten Besuchern ihre grünen Oasen von ihrer schönsten, einer sonnigen Seite präsentiert.

Trotz der bescheidenen Witterung flanierten etliche Naturfreunde durch die drei Gärten auf Neuenrader Gebiet, an die „Zuschauerzahlen“ der Vorjahre war diesmal aber nicht zu denken.

Während Gabriele und Hartmut Erkmann sowie einige Berentroper Kleingärtner zum wiederholten Mal ihre Gartenpforten öffneten, nahm Beate Berth zum ersten Mal teil. Wirklich fertig sei ihre Anlage zwar noch nicht, erklärte die 2013 von Lüdenscheid an die Breslauer Straße gezogene Mutter, doch vorzeigbar wäre das terrassenförmig angelegte Areal schon. „Ein wenig bin ich überredet worden, teilzunehmen. Viele wollten die Entwicklung mitverfolgen“, sagte Beate Berth, der in Lüdenscheid nur ein Bruchteil der jetzigen Flächen zur Kultivierung zur Verfügung stand.

Monika Habedank und Michael Cox zeigten ihr Reich im Kleingartenverein Berentrop.

Mehr als 2000 Quadratmeter ist das Grundstück an der Breslauer Straße groß. Innerhalb von zwei Jahren hat es die Naturliebhaberin geschafft, einen „leicht gezähmten Naturgarten“ anzulegen – inklusive Feuerstelle und Sitzplatz mit herrlicher Aussicht über Neuenrade. Leben und leben lassen sei ihre Philosophie, erklärte Berth. Deshalb käme für sie auch kein Golfrasen in Frage. Vielmehr dürfen sich Tiere und Pflanzen Seite an Seite wohlfühlen.

Einen konkreten Plan hat Beate Berth zu Beginn der Aktion nicht verfasst. Ideen und Anregungen holte sie sich bei Freunden und warf gleichzeitig ein Auge auf die Investitionskosten. Storchenschnabel und Lichtnelken fühlen sich in ihrem Garten ebenso wohl wie Gemüsepflanzen. Vor allem die Lichtnelken würden viele nicht kennen und hätten Fragen rund um die Pflanze gestellt.

Gabriele und Hartmut Erkmann haben in ihrem „Naturpark hinter dem Haus“ ein großzügiges Insektenhotel installiert.

Familie Erkmann hat die meiste Arbeit bereits hinter sich und präsentierte am Sonntag am Beuler Weg die kleinen, aber feinen Detailveränderungen. Unter anderem installierten Gabriele und Hartmut Erkmann ein großzügiges Insektenhotel und planen, den oberen Teil des Gartens relativ wild und natürlich zu halten, um Insekten ein Zuhause und reichlich Nahrung zu bieten. Dritter Neuenrader Teilnehmer war am dritten von insgesamt vier Veranstaltungstagen der Berentroper Kleingartenverein. Hier öffneten zwar nur eine Hand voll Besitzer ihre Türchen, ein Besuch lohnte aber dennoch. Monika Habedank und Michael Cox feierten Premiere und führten Besucher gerne durch ihr Kleinod, in dem Goldfische, eine interessante Beleuchtungsanlage sowie Kaffee- und Bananenflanzen für das gewisse Extra sorgen.

Auch, wenn der Regen einen Schatten auf die grüne Pracht warf, ist die Aktion an sich ein Renner – und das seit Jahren.

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