„Klassentreffen“ in Düsseldorf

„Klassentreffen“ in Düsseldorf

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Die Geschäftsführer Theo Wingen (links) und sein Sohn Daniel (rechts) präsentierten zusammen mit Sergio Martinez vom spanischen Betrieb Esalrod auf ihrem Stand auf der Düsseldorfer „wiretube“ eine ein Tonnen schwere Spule mit einem 30 Millimeter dicken Draht. Europaweit sei das Unternehmen das einzige, das Drähte bis zu einer solchen Stärke herstellt.

Neuenrade - Alle zwei Jahre besuchen rund 40 000 Besucher die Fachmesse für Draht- und Rohrproduktion in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Wenn sich dort mehr als 1000 Aussteller aus der ganzen Welt treffen, dürfen auch die lokalen Produzenten aus dem Industriesektor nicht fehlen. Die Neuenrader Drahtwerke Elisental sind seit etwa 30 Jahren ebenfalls dort als Aussteller vertreten.

„Wir sind der einzige Drahtproduzent in Europa, der Drähte mit einer Gesamtstärke von bis zu 30 Millimeter Durchmesser herstellt“, sagt Theo Wingen stolz und verweist auf eine ein Meter große und eine Tonne schwere Spule auf dem Stand der Drahtwerke Elisental. Dort ist der erwähnte, 30 Millimeter dicke Draht aufgewickelt. Neben ihm steht Sergio Martinez von der spanischen Firma Esalrod, mit denen die Neuenrader vor zwei Jahre eine Unternehmens-Kooperation eingegangen sind. „So sind wir unabhängig von fremden Vormateriallieferanten.“ Durch die Kooperation mit den Spaniern sei diese Produktion erst möglich geworden.

Wichtigste Abnehmer der Produkte der Drahtwerke seien Unternehmen aus der Automobilbranche, dem Lebensmittelbereich sowie die Luftfahrt. „Alles, was in einem Airbus leuchtet, geht auf unsere Produktion zurück. Wir sorgen für die Elektrifizierung im Flugzeug“, veransschaulicht Theo Wingen die Reichweite der Produktion.

Der Stand auf der wire sei, alle zwei Jahre, für das Unternehmen ein absoluter Pflichttermin. „Seit die Messe 1986 von Basel nach Düsseldorf umzog, sind die Drahtwerke Elisental mit dabei“, sagte Theo Wingen, seit 1990 Geschäftsführer der Neuenrade Drahtwerke, auf Anfrage unserer Zeitung. Für die Verantwortlichen der Firma, die Drähte und Stangen – ausschließlich aus Aluminium – herstellt, sei die Messe „wie eine Art Klassentreffen. Hier trifft man im Zweijahres-Rhythmus viele bekannte Bestandskunden“, sagt Wingen. Die diesjährige wire sei aber sehr lebhaft, bei der es auch viele Anfragen potentieller Neukunden am Stand gegeben habe.

Für die Zukunft der Drahtwerke wollen die Veranwortlichen vor allem die Konstanz beibehalten: „Zurzeit sind bei uns rund 150 Mitarbeiter – davon zwölf Auszubildene – beschäftigt. Wir wollen den Mitarbeiterstamm vorerst in der Größe beibehalten, denn mit der aktuellen Mitarbeiterzahl läuft es gut. Die wirtschaftliche Lage ist zufriedenstellend, aber alles kann noch besser werden“, erklärt Wingen.

Theo Wingen und sein Sohn Daniel, ebenfalls in der Geschäftsführung tätig, wollen zukünftig in neue Maschine und die Erweiterung der Kapazitäten investieren. Angst vor der Konkurrenz von Firmen aus Fernost haben sie nicht.

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