Diskussion um Tennisplatz-Förderung

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Claudia Kaluza (FDP) und Dr. Karl Kaluza  (Bündnisgrüne) während der Ratssitzung.

Neuenrade - Zum Antrag der Tennisabteilung für die Sanierung der Tennisplätze Zuschüsse bei der Stadt anzufragen, gab es in der Ratssitzung am Dienstagabend noch eine längere Diskussion.

 So machte neben der CDU die FWG einen Vorschlag: Demnach sollte die Investitionssumme in Höhe von 80 000 direkt als zinsloses Darlehen an die Tennisabteilung gehen, hinzu kommt eine auf zehn Jahre – zunächst befristete – Förderpauschale in Höhe von jährlich 4000 Euro. Die Darlehenssumme sollte über die Mitgliedsbeiträge refinanziert werden. Das hatte die FWG ausgerechnet und kam bei 209 erwachsenen Mitgliedern auf 38,30 Euro pro Jahr / pro Mitglied. „Das halten wir für zumutbar“, sagte Bernhard Peters.

Der Gesamtmitgliederbeitrag würde sich laut FWG dann von 118 auf 156,30 Euro erhöhen. Sie hatten sich auch bei anderen Tennisvereinen in der Umgebung nach den jährlichen Mitgliedsbeiträgen erkundigt. Die Spanne reiche dort von 130 (Altena) bis 190 Euro (Sundern).

Claudia Kaluza, FDP, hatte grundsätzlich Bedenken. Man müsse versuchen anfangen zu sparen, zudem hätte sie gerne eine Gesamtaufstellung für alle Sportanlagen. Die Tennisanlage solle auch nur peu á peu saniert werden und nicht auf einmal. Und überhaupt, das sei ihr alles zu pauschal.

Dr. Karl Kaluza, Bündnisgrüne, war ganz begeistert von dem FWG-Vorschlag. Er stimme dem vorbehaltlos zu“.

 Die SPD, so sagte es Ulrike Wolfinger, hielt dabei den Vorschlag der CDU für annehmbar. Danach gibt es für die TuS-Abteilung eine unbefristete jährliche Pauschale in Höhe von 4000 Euro, die Nutzungsrechte für das Grundstück werden übertragen, einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro und ein zinsloses Darlehen über zehn Jahre in Höhe von 15 000 Euro.

 Gerd Schumacher, Kämmerer, erläuterte nochmal die städtische Historie zu den Tennisplätzen und dass bei den Plätzen auch die Schulen Zugang hätten. Zudem solle man den Grundsatz beherzigen, die Anlagen in spielfähigem Zustand zu halten, dann aber komplett abzugeben.

Seitens der CDU wurde der FWG-Vorschlag und dabei insbesondere der Vergleich der Mitgliedsbeiträge in Zweifel gezogen. So könne man das nicht machen, möglicherweise hätten die anderen Vereine ein ganz andere Basis für ihre Beiträge. Zudem verwies Fraktionschef Mark Hantelmann auf die enorme Jugendarbeit der Tennisabteilung. Zudem sei eine Anschubfinanzierung wohl besser.

SPD-Vertreter Frank Bäcker sagte noch, dass es um Gerechtigkeit gehe. Die Sportstätten der anderen Vereine würden auch subventioniert.

Claudia Kaluza (FDP) hielt von all dem nichts: Bei den Sportstätten müsse man grundsätzlich eine andere Strategie überlegen. Dr. Karl Kaluza (Bündnisgrüne) kommentierte, dass die Stadt ohne mit der Wimper zu zucken die Grundsteuern erhöhe und vor diesem Hintergrund sei eine maßvolle Erhöhung der Mitgliedsbeiträge gemäß FWG-Vorschlag in Ordnung.

 Bei der Abstimmung im Rat wurde – mit den Stimmen von CDU und SPD – der CDU-Vorschlag abgesegnet. FDP, FWG und Bündnisgrüne stimmten dagegen.

Peter von der Beck

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