Detlef Stägert neuer Vorsitzender bei der FWG

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Der FWG-Vorstand. Detlef Stägert, 3. von links, ist nun Vorsitzender.

NEUENRADE - Detlef Stägert ist neuer 1. Vorsitzender der Freien Wählergemeinschaft Neuenrade (FWG). Im Rahmen eines dreistündigen „Mammut-Programms“, so befand der neue FWG-Chef selbst, wurde Stägert als Nachfolger von Bernhard Peters gewählt.

 Möglich wurde dies, weil Peters nach drei Jahren im Amt am Mittwochabend während der Jahreshauptversammlung der FWG zurücktrat. Eigentlich standen nämlich lediglich die Wahlen der jeweiligen Stellvertreter auf den Vorstands-Positionen an. Stägert wurde damit bei der siebten Jahreshauptversammlung der dritte Vorsitzende in der Geschichte der noch jungen politischen Kraft Neuenrades.

Wie Peters später sagte, wollte er die Doppelfunktion als Vorsitzender und Fraktionschef nicht mehr. Künftig will er sich bei der FWG „andere Schwerpunkte“ setzen. Er ist nun neuer 2. Vorsitzender. Der bisherige Amtsinhaber Bernd Buntenbach trat ins zweite Glied und wurde von den 15 Anwesenden zum Beisitzer berufen. Zwei der fünf bisherigen Beisitzer – Resi Tolle und Peter Stein – traten zurück.

Neben Buntenbach wählte die Versammlung auch Rebecca Schörnig und Tobias Reuse zu Beisitzern. Derer sechs gehören nun zum FWG-Vorstand. Unverändert in ihren Ämtern bestätigt wurden die 2. Schatzmeisterin Stefanie Downar, der 2. Schriftführer Ulrich Tillmann sowie der 2. Pressesprecher Detlef Stägert, der dieses Amt trotz seiner Wahl zum Vorsitzenden behielt.

Stägert stammt gebürtig aus Wetter an der Ruhr. Er zog im Alter von 24 Jahren nach Neuenrade. Vor seiner Wahl am Mittwochabend stellte er sich mit den Worten vor: „Ich habe als junger Mensch einmal Willy Brandt persönlich kennengelernt. Und ich habe an seinen Lippen gehangen.“ Seither habe Politik einen hohen Stellenwert in seinem Leben. Und die Stadt Neuenrade liege ihm am Herzen.

Zu Beginn des langen Abends im Sitzungssaal des Hotel Wilhelmshöhe gab der Ex-Vorsitzende Peters seinen letzten Jahresbericht. Er erinnerte an zahlreiche Aktionen der FWG in den zurückliegenden zwölf Monaten, etwa an die Wunschbaumaktion für bedürftige Kinder in der vergangenen Weihnachtszeit. Spontan beschlossen die Anwesenden am Mittwoch, diese Aktion in diesem Jahr erneut durchzuführen.

 Das Thema Flüchtlinge nahm am Mittwoch auch wieder breiten Raum bei den Diskussionen und Gesprächen ein. Fest steht für die FWG: Sie wollen die Neubürger mit „in die Neuenrader Gemeinschaft“ einbeziehen. Dazu müssten auch Arbeitsplätze für diese Menschen geschaffen werden. Die Stadt solle also Werbung betreiben, um neue Betriebe in Neuenrade anzusiedeln. Peters sagte: „Sonst haben wir auch für unsere Kinder bald keine Arbeit mehr.“

Befremdlich fand es der scheidende Vorsitzende, dass der Kämmerer auf Nachfrage die Kosten für die Flüchtlinge nicht habe beziffern können. Beim Rückblick auf die Ratsarbeit der FWG sagte Stägert: „Die jungen Wilden bei den Christdemokraten können nicht damit umgehen, hat man den Eindruck, dass auf unseren Anträgen FWG und nicht CDU steht.“ Peters konkretisierte: „Zwar werden unsere Anträge immer abgelehnt, aber in der Regel ist es so, dass die Verwaltung die darin aufgeworfenen Themen hinterher aufgreift.“

Stägert ging dann auf die Überplanung Niederheide ein: „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viele Neuenrader mittlerweile in Balve einkaufen.“ Es sei zu überlegen, ob sich dort Geschäfte ansiedeln könnten. Ein Umzug der Moschee dorthin sei nicht denkbar. „Dafür brauchen wir eine andere Ausweichmöglichkeit, denn die Parkplatzsituation am derzeitigen Standort ist bei Veranstaltungen dort zu gefährlich.“

Kassierer Theodor Mester berichtete dann noch von einem größeren Gewinn, den die FWG in den zurückliegenden zwölf Monaten erwirtschaftet habe.

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