Christina Cemberecki ist neue Jugendsozialarbeiterin

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Christina Cemberecki arbeitet seit ein paar Wochen als neue Jugendsozialarbeiterin in Neuenrade.

Neuenrade - Die Freude war groß, als die Bewerbung von Christina Cemberecki bei der Stadt Neuenrade eintraf. Seit August vergangenen Jahres war die Stelle des Sozialarbeiters vakant.

Christian Wulf aus Balve hatte zuvor den Aufgabenbereich übernommen, bekam dann allerdings die Möglichkeit, eine Stelle in seiner Heimatstadt anzutreten. „Als die Stelle für einen Jugendzentrumsleiter in Balve ausgeschrieben wurde, war mir schon klar, was passieren wird“, erinnert sich Hauptamtsleiter Dierk Rademacher. „Da kann man ja auch keinem böse sein“, konnte er Wulfs Entscheidung nur zu gut nachvollziehen.

Neuenrade hatte somit das Nachsehen – ein geeigneter Nachfolger konnte bis Christina Cembereckis Bewerbung eintraf nicht gefunden werden. Umso größer sei die Freude gewesen, als sich schon im Bewerbungsgespräch herausstellte, dass diese Zusammenarbeit bestens klappen könnte.

Seit Anfang Mai ist Christina Cemberecki nun in Neuenrade im Dienst. Im Februar beendete sie ihr Studium und sah sich nach geeigneten Stellen im Sauerland um. Über die Homepage der Doppelgemeinde Nachrodt-Wiblingwerde wurde sie auf die Streetworker-Stelle in Neuenrade aufmerksam. „Ich habe sofort eine Bewerbung geschrieben“, erzählt die Werdohlerin. „Dann ging alles ganz schnell.“ Die 20-Stunden-Stelle – für manchen eher unattraktiv wie Dierk Rademacher weiß – war für Christina Cemberecki „eine große Chance nach dem Studium ins Berufsleben einzusteigen und eine verantwortungsvolle Aufgabe zu bekommen“. Und der Hauptamtsleiter spricht der jungen Frau jetzt schon ein dickes Lob aus. „Wir von der Stadtverwaltung oder das Jugendzentrum können nur Hilfestellung bieten. Eigenverantwortliches Arbeiten und die Kontaktaufnahme übernimmt sie selbst. Was da schon in den ersten Tagen passiert ist – ich bin total begeistert. Hut ab.“

Um erste Einblicke in ihr neues Arbeitsfeld zu bekommen, hat Cemberecki bereits mit ihrem Vorgänger Gespräche geführt, Schulsozialarbeiter besucht und sich mit dem evangelischer Pastor über die Jugendarbeit der Gemeinde informiert. Des Weiteren wird sie, zusammen mit Jugenzentrumsleiterin Gabi Bildstein-Ulianowsky, das Gemeindefest der Moschee des türkisch-islamischen Kulturvereins besuchen. „Außerdem suche ich die Orte auf, an denen sich die Neuenrader Jugendlichen gerne aufhalten und stelle mich vor.“ Dabei achtet die Streetworkerin aber auch darauf, nicht nur mit Jugendlichen, sondern auch mit Neuenrader Bürgern ins Gespräch zu kommen.

Auf offensichtliche Zurückweisung sei sie dabei noch nicht gestoßen, erzählt Christina Cemberecki. In welchen Bereichen die Jugendlichen selbst vielleicht Handlungsbedarf sehen, könne sie nach so kurzer Zeit noch nicht sagen. „Jetzt geht es erst einmal ums Kennenlernen.“

Die Streetworkerin sieht sich aktuell für junge Erwachsene ab 18 Jahren verantwortlich, hat aber auch für Jüngere gerne ein offenes Ohr, wie sie verspricht. Dass die Stelle eines Streetworkers zu Veränderungen in der Stadt geführt habe, kann Dierk Rademacher nur bestätigen. Es sei durchaus festzustellen, dass Auffälligkeiten in Jugendgruppen, sei es durch Alkoholkonsum oder Vandalismus, weniger geworden seien, zog er Bilanz.

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