Chorkonzert: Perfekte Einstimmung aufs Weihnachtsfest

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Der Shalomchor – die Sängerinnen und Sänger präsentierten unter anderem das Heizmann-Stück „Wäre die Freude nur immer so groß“.

NEUENRADE - Sie ist und bleibt eine der beliebtesten Veranstaltungen im Kulturkalender der Stadt Neuenrade.

Die Rede ist vom alljährlichen Weihnachtskonzert am letzten Adventssonntag vor dem Weihnachtsfest. Monika Arens, Kulturbeauftragte der Stadtverwaltung, strahlte schon vor der offiziellen Begrüßung durch Josef Brockhagen.

 Volle Reihen und ein tolles Programm versprachen ebenso besinnliche wie anspruchsvolle Unterhaltung im Kaisergarten. Vier heimische Chöre bildeten die Mosaiksteinchen, die sich am späten Sonntagnachmittag zu einem wunderbaren Gesamtkunstwerk zusammenfügten. Die Southland Voices aus Affeln sowie die Neuenrader Musiker des Shalomchores, des evangelischen Frauenchores und des Posaunenchores hatten mit viel Liebe zur Musik ein abwechslungsreiches Paket geschnürt, das das Genre Weihnachtslieder in all seinen Facetten widerspiegelte – zur Freude der vielen Gäste, der VIP-Kids und ihrer Paten aus dem Quartier am Stadtgarten.

Mit einem Klassiker stieg der Posaunenchor in das Konzert ein. „Macht hoch die Tür“, schallte es durch den Saal. Mit einem passenderen Stück hätte man die Veranstaltung kaum beginnen können, meinte Josef Brockhagen und bezog den Text nicht nur auf die Weihnachtsgeschichte sondern auch auf die aktuelle Zeit:

 Vor etwas mehr als 2000 Jahren suchten Maria und Josef eine Herberge, heute befänden sich Tausende Menschen auf dem Weg in eine neue Heimat, seien auf Hilfe und Unterstützung angewiesen, hofften auf ein neues Leben, ein sicheres Leben. Toleranz, das sei die Tugend, auf die es in diesen, für viele Menschen schweren Zeiten, ankomme.

Während Pfarrer Dieter Kuhlo-Schöneberg mit besinnlichen Worten durch das Programm führte, stimmten die vier Chöre ihr begeistertes Publikum mit einer Fülle bekannter und weniger bekannter Werke auf die Festtage ein.

Mit einem musikalischen Höhepunkt, einem Lied, das wir kaum ein anderes unter die Haut geht und Generation begeistert, schloss das Quartett den ersten Konzertteil ab: Leonard Cohens Halleluja.

Seit langem fester Bestandteil im Repertoires der Southland Voices und jedesmal ist Gänsehaut garantiert und machten Geschmack auf Teil 2. Auch am vierten Advent 2015 erfüllte das Weihnachtskonzert die Erwartungen und macht Hoffnung, dass die Welt ein Stückchen dichter zusammenrücken wird, Toleranz und Hilfsbereitschaft in der Kategorie „Wort des Jahres 2016“ eine Rolle spielen werden. Am Ende des Konzertes gab es für alle Besucher noch eine kleine Aufmerksamkeit: Schlüsselanhänger in Haus-Form mit dem Aufkleber „Wir öffnen Herz und Türen.“

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