Bunte Ornamente in der Burgschule

+
Der Höhepunkt der Ausstellung ist das Wandbild mit dem Titel "Mit leichten Händen".

Neuenrade - „Ich traue meinen Augen kaum – die Welt ist voller Ornamente.“ Dies gilt seit Donnerstag insbesondere für die Gänge der Grundschule Burgschule.

Künstlerin Johanna Winkelgrund und Schulleiter Awerd Riemenschneider eröffneten die Ausstellung der Kunstwerke, die von den Schülern im Rahmen des vom Land NRW geförderten Projektes erschaffen wurden. Zwölf Grundschüler aus der dritten und vierten Klasse arbeiteten mit Johanna Winkelgrund während des gesamten Schuljahres einmal wöchentlich zusammen in der Kiku zum Thema Ornamente. „Es gibt überall Ornamente zu entdecken. Wenn die Kinder an sich herunter schauen, in ihrer Kleidung oder in Blättern“, erläutert Winkelgrund.

So entstanden die verschiedensten Kunstwerke, da sich die Kinder von unterschiedlichen Dingen inspirieren ließen. „Manche haben Blätter mit Farbe übersprüht, andere haben gemalte Kleider und Himmelbetten mit Ornamenten verziert“, sagt Winkelgrund. Einige Gemälde erinnern dabei an Kandinsky, während hinter anderen komplexe Ideen stecken. „Es wurde auch Musik gemalt. Ich habe den Kindern keine Grenzen gesetzt und sie stattdessen angekurbelt, sich weiter treiben zu lassen. Die Phantasie muss aus den Gemälden geradezu heraus sprühen“, betont Winkelgrund.

Ein weiterer Teil der Ausstellung ist ein großes Wandbild im Keller des Schulgebäudes. „Wir haben uns mit den Lehrern zusammen gesetzt und überlegt, was die Schule gerne von dem Projekt hätte. Wir haben uns dann entschieden, diese etwas hässlich Stelle zu verschönern und dort ein Wandbild anzubringen“, erklärt Awerd Riemenschneider. „Mit leichter Hand“ heißt das Wandbild, das auf klebender Leinwand mit Acryllack gemalt wurde.

Inspiriert ist es von den Spuren der Kinderfinger, wenn die Schüler die Treppe hinunter gehen und dabei die Wand berühren. „Auf Wunsch der Kinder wurde das Bild überwiegend in Türkistönen gehalten. Motive, die die Kinder mit sich persönlich und mit der Burgschule verbinden, wurden eingearbeitet. So sind unter anderem Blumen, Schnecken und Sterne auf dem Bild zu finden.

Johanna Winkelgrund wollte schon immer Künstlerin werden. „Ich habe schon als Kind viel gemalt und gezeichnet. Später wollte ich unbedingt Kunst studieren und habe das auch durchgezogen. In Leipzig habe ich dann mein Studium absolviert.“ Durch ein Stipendium der Werkstatt Plettenberg, durch das Künstlern ein Jahr finanziert und ein Haus zur Verfügung gestellt wird, damit der kreativen Entfaltung nichts im Wege steht, kam Winkelgrund ins Sauerland – und blieb.

Angehenden Künstlern empfiehlt sie jedoch Vorsicht bei der Berufswahl: „Heutzutage sollte man schon sehen, dass man auf etwas zurückfallen kann. Es ist wichtig, dass man noch etwas anderes kann“, betont Winkelgrund und fügt hinzu: „Es hat Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und sie an die Kunst heranzuführen. Es war echt und klar und ich glaube, den Kindern hat es auch Spaß gemacht.“ Eifriges Nicken bestätigte diese Annahme

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare