Ein wichtiger Standortfaktor

+
Ein ordentlicher Breitbandanschluss ist heutzutage ein Muss.

Neuenrade - Es ist ein wichtiger Standortfaktor für ein Unternehmen: Der ordentliche Breitbandanschluss.

Immer gewaltiger werden die Datenmengen, die in einem Unternehmen bewegt werden müssen. Nicht nur im Dialog mit den Kunden und Lieferanten. Auch der Dialog mit Filialen und Zweigwerken ist sicher nicht unwichtig. Und selbst die privaten Haushalte wollen immer mehr Datenmengen bewegen, wollen Videos laden, Fotos der Enkel verschicken oder per Internet fernsehen.

Und das sogenannte Industriegebiet Ost in Neuenrade (entlang des Hüttenweges) mit Firmen wie IBG, Schniewindt oder Löttco gilt als unterversorgt. Auch in den Wohngebieten „Westlich Freibad“ ist das Internet lahm. Hintergrund sei, so der Projektleiter DSL/Breitband-Ausbau bei der Stadtverwaltung Neuenrade, Frank Mollitor, dass die alten Kupferkabel eben ein Problem hätten. Mit zunehmender Entfernung lasse die Datenübertragungsleistung nach. Das passiert allerdings nicht bei Glasfaserkabeln.

Nun gehts darum, in Neuenrade in den betroffenen Gebieten die Infrastruktur zu verbessern. Und daran arbeitet Frank Mollitor in einem Gemeinschaftsprojekt mit dem Märkischen Kreis, an dem noch weitere Kommunen beteiligt sind. Es gehe darum, eben jene „weißen Flecken“ zu beseitigen, sagte Mollitor. Und dabei gibt es eben die Option, dass die aktuelle Situation analysiert wird. Derzeit gibt es ein sogenanntes Markterkundungsverfahren mit der sicher nicht unbegründeten Hoffnung, dass sich ein Provider findet, der sich um den Ausbau kümmert.

Kümmern heißt in diesem Fall: Straße aufreißen. Leerrohre ziehen und Glasfaserkabel verlegen. Zudem werde an den Einspeisungsstellen (die grauen Kästen) dann eine neue Technologie eingesetzt. Am 31. Mai ist eine Sitzung, bei der sich eine Entscheidung in Sachen Provider anbahnt. Wird es nichts mit Telekom, O2 oder wem auch immer, dann muss die Stadt Neuenrade wohl selber ran. Gottlob gebe es, sagte Mollitor, noch eine Bundes- und Landesförderung für diesen Zweck. Die Mindestanforderung: 30 Mbit im letzten Hinterhof. Und je nach Ausbaugrad gebe es zudem auch einen Eigenanteil, sagte Mollitor. Einen Zeitraum für die Verbesserung der Breitbandversorgung ist schwierig zu beziffern. „Mittelfristig" ist das Wort der Stunde.

Von Peter von der Beck

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare