Kinder üben den Ernstfall

Brandschutzerziehung für angehende Grundschüler in der Kita Affeln

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Fasziniert verfolgen die Kinder unter Aufsicht von Feuerwehrmann Holger Rausch, was passiert, wenn die brennende Wunderkerze dann auf Linoleum fällt und dort anrichten.

Neuenrade - Wie sieht ein Feuerwehrmann aus und was hat er an während eines Einsatzes? Und vor allem wie lange braucht er um sich anzuziehen? Diese und weitere wichtige Fragen konnten die zwölf Schulanfänger des städtischen Kindergartens in Affeln schon fast gänzlich beantworten.

Dass ein Helm dazu gehört und der Feuerwehranzug – das war selbstverständlich für die Jungen und Mädchen, genauso wie das schnelle Anziehen, wenn die Sirene geht, da es dort um Sekunden gehen kann. 

Feuerwehrmann zu Gast

Feuerwehrmann Holger Rausch von der Freiwilligen Feuerwehr, Löschgruppe Küntrop, war in der vergangenen Woche zur Brandschutzerziehung in die Einrichtung gekommen, um über Feuer und mögliche Auswirkungen zu sprechen. 

Die Gefahr, die davon ausgeht und wie man sich in einem Brandfall verhalten muss, auch das lernten sie an diesem Vormittag. „Kinder dürfen niemals alleine mit Feuer spielen, bitte immer einen Erwachsenen um Erlaubnis fragen, ob eine Kerze angezündet werden darf“, sagte Rausch. Das korrekte Anzünden einer Kerze wurde geübt. 

Rausch erläutertet zudem, dass es dabei wichtig ist, lange Haare zusammenzubinden sowie die Ärmel hochzukrempeln, da Haare, Stoff und Papier sehr schnell Feuer fangen können. Zudem müsse auch immer eine feuerfeste Schale unter der Kerze stehen. 

"Normaler Teppichboden würde sofort brennen"

Ingmar testete aus wie schnell eine Wunderkerze brennt und wie viele Funken sie sprüht. Dann durfte er absichtlich die funkensprühende Wunderkerze auf ein Stück PVC-Boden (gesichert in einem Blechkasten) fallen lassen. Und erstaunt verfolgten alle Kinder wie schnell dieser Boden anfing zu kokeln und zu schmoren. Rausch erläutert: „Wenn das ein normaler Teppichboden ist, würde der sofort anfangen zu brennen.“ 

Die Kinder übten auch wie sie sich in einem Notfall verhalten und welche Telefonnummer sie wählen müssen. Was man dann sagen muss, welche Umstände sich die Kinder merken müssen – all das wurde im Rahmen eines fingierten Telefongespräches nachgespielt. Die Kinder musten dann Name und Adresse nennen, was passiert war und wer verletzt wurde. Fasziniert spielten die Jungen und Mädchen mit und sind nun auch für den Ernstfall vorbereitet.

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