Leader-Region

25 Bewerber für Posten des Regionalmanagers

+
Für die Leader-Region der vier Kommunen Neuenrade, Balve, Arnsberg und Sundern wird aus 25 Bewerbungen derzeit der Regionalmanager ausgewählt.

Neuenrade - 25 Bewerbungen für den Posten des Regionalmanagers sind bei den vier Kommunen der Leader-Region (Neuenrade, Balve, Arnsberg, Sundern) eingegangen. Ein Team aus Verwaltungsmitarbeitern der Kommunen sichtet derzeit die Bewerbungen. Parallel wird gerade der nötige Verein gegründet, der dann wiederum den Manager einstellen wird.

Bewerbungsfrist war der 20. August. Die Stellenausschreibung für den Regionalmanager der Leader-Region wurde von den Internet-Seiten der Städte genommen. Derzeit sichtet das Kernteam die 25 eingegangenen Bewerbungen – und die kommen aus ganz Deutschland. Aus Neuenrade und Balve sind jedoch keine Kandidaten dabei.

Bauamtsleiter Marcus Henninger und und Kämmerer Gerhard Schumacher übernehmen das für die Stadt Neuenrade. „Es sind einige gute Bewerbungen dabei“, sagte Henninger auf Nachfrage. Er ist sich sicher, dass man einen geeigneten Kandidaten für den Job finden werde. Er und Schumacher wählen die Favoriten aus. Gemeinsam mit Vertretern der anderen Kommunen legen sie dann in einem Gespräch in der kommenden Woche fest, wer zu einem persönlichen Gespräch einladen wird. Diese Entscheidung treffe man gemeinschaftlich.

Auch die Bewerbung und das Anforderungsprofil für den künftigen Regionalmanager habe man gemeinsam erstellt, erklärte Klaus Fröhlich, Stadtplaner der Stadt Arnsberg. In Absprache mit der Bezirksregierung hätten sie sich an anderen Ausschreibungen für Manager einer Leader-Region orientiert. Der oder die Gesuchte muss „das Netzwerken gelernt haben“, fasst Henninger zusammen. Zudem seien Kenntnisse in der Öffentlichkeitsarbeit hilfreich. Auch sollte er/sie moderieren, motivieren und Projekte leiten können.

Der Regionalmanager werde vermutlich zum 1. Januar 2016 eingestellt, soll sich aber schon vorher mit der Region vertraut machen. Am bundesweiten Leader-Treffen, das vom 26. bis zum 28. Oktober in Willingen stattfindet, soll die Person dann schon teilnehmen. Im September sollen daher die nötigen Gespräche geführt und der Verein gegründet werden, so Fröhlich. Die Förderperiode endet zwar im Jahr 2020, den Job werde die Person aber vermutlich noch ein oder zwei weitere Jahre ausführen, um die dann laufenden Projekte abzuschließen, ergänzt Fröhlich.

Dass der Manager seinen Dienstsitz künftig in Sundern haben solle, sei nur eine Idee gewesen, so Fröhlich, da es sich um die „Bürgerregion am Sorpesee“ handelte und Sundern auch geografisch gesehen recht zentral zwischen den Kommunen liege. Sorgen der anderen Beteiligten – vor allem Neuenrade und Balve – möglicherweise zu kurz zu kommen, könne er nicht verstehen. „Der Manager wird die wenigste Zeit im Büro sitzen, sondern durch die Region reisen mit den Akteuren vor Ort sprechen“, so der Stadtplaner. Die Geschäftsstelle in Sundern sei somit im Grunde nur eine Postanschrift. Zudem müsse man sich bei solch einem Projekt gegenseitig vertrauen und aufeinander verlassen können.

Zurück zur Bewerbersuche: Das Sichten der Bewerbungen übernimmt das Kernteam, bestehend aus rund zehn Personen der vier Kommunen, kommissarisch für den Verein, der noch gegründet werden muss. Doch auch dazu werden derzeit „gute Gespräche“ geführt, erläutert Henninger. Er, sowie Gerhard Schumacher und Bürgermeister Antonius Wiesemann suchen nach Personen, die dafür geeignet wären.

Die Mehrheit der rund 20 Vereinsmitglieder müsse aus Wirtschafts- und sozialen Bereichen kommen, die einen Gesamtblick über die Region haben. Der Rest könne aus Verwaltung und Politik sein, erläutert Fröhlich. Zudem muss der Verein laut EU-Vorgabe zu einem Drittel aus Frauen bestehen. Sobald der Verein gegründet und die Positionen – etwa des Vorsitzenden – vergeben sind, kann der Regionalmanager eingestellt werden.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare