Betrug mit der EC-Karte

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Das Amtsgericht befasste sich mit dem Betrug per EC-Karte

Neuenrade - Einkaufen mit EC-Karte und ungedecktem Konto: Das kann folgen haben.

 Eine EC-Karte ist eine feine Sache – Einstecken, PIN-Code eingeben oder Rechnungsbeleg unterschreiben, nach Hause gehen. Alles andere passiert wie von selbst: Die offene Rechnung wird bezahlt, wenn das Kartenkonto gefüllt ist oder der Dispositionskredit noch reicht.

Merkwürdig genug, dass die Zahlungskarten ein Eigenleben führen, das ihren Einsatz auch dann noch für lange Zeit ermöglicht, wenn das Konto längst geplündert ist.

Von dieser Situation machte eine 28-jährige Neuenraderin ausgiebig Gebrauch. Knapp ein Jahr lang, von Oktober 2012 bis September 2013 hinterließ sie zahlreiche offene Rechnungen, die zumeist eine Höhe von 50 Euro nicht überstiegen. Nach 24 ihrer Einkäufe konnten die geprellten Firmen die Lastschriften nicht einlösen. Offenbar kaufte sie vor allem Waren des täglichen Bedarfs bei Netto, im Kaufpark, in der Apotheke und im Werdohler Kaufhaus. Per Strafbefehl wurde sie deshalb wegen Betruges und zweifachen gewerbsmäßigen Betruges zu einer Haftstrafe von neun Monaten auf Bewährung verurteilt. Dagegen legte die 28-Jährige Widerspruch ein.

Diesen zog sie im Amtsgericht Altena jetzt jedoch zurück: Zu schlecht standen die Chancen, im Zuge einer Hauptverhandlung ein milderes Urteil erstreiten zu können.

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