Bauer Tobias Maas nimmt an der Initiative Tierwohl teil

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Agrarbetriebswirt Tobias Maas mit seinen beiden Kindern. Die Entscheidung, den Hof zu übernehmen, hat er nicht bereut.

Küntrop - Auf dem Gertrüdchen werden die Neuenrader Landwirte sich und ihre Arbeit auf den Höfen präsentieren. Dabei steht der Milchbetrieb im Vordergrund. In einer Serie stellen wir die Höfe vor.

Ohne die Unterstützung seiner Familie und Freunde würde Tobias Maas die viele Arbeit auf seinem Hof wohl nicht schaffen. Dort versorgt er 125 Kühe, mit Nachzucht sind es rund 250, sowie 750 Mastschweine. Den Familienbetrieb hat er von seinem Vater übernommen und führt ihn gemeinsam mit seiner Frau. „Der Hof gehört uns schon seit mehreren Generationen, ich kann gar nicht mehr zurückverfolgen, seit wann genau“, sagt Bauer Maas. Er selbst ist auf dem Hof aufgewachsen und hat eine Lehre zum Agrarbetriebswirt absolviert.

„Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht.“ Den Hof wollte er daher auch schon immer übernehmen und hat diese Entscheidung bis heute nicht bereut. „Die Arbeit hat natürlich Vor- und Nachteile. So wie eben alles“, bemerkt der Familienvater. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern lebt er auf dem Hof. „Meistens fangen wir so gegen fünf Uhr morgens an, die Stallzeiten sind recht geregelt.“ Bis abends halb sieben würde der lange Arbeitstag in der Regel gehen, allerdings hänge das davon ab, ob eine Aushilfe vor Ort ist oder nicht. Dann könnte es auch schon mal später werden. „Aber wir nehmen uns zwischendurch immer etwas Zeit. Ob morgens zum Frühstück oder nachmittags für eine gemeinsame Tasse Kaffee.“ Die Arbeit sei in seinen Augen genauso zeitintensiv wie die meisten anderen Berufe.

Ein respektvoller Umgang mit den Tieren liegt Tobias Maas am Herzen. Er macht bei der Initiative Tierwohl mit.

Derzeit beschäftigt der gelernte Agrarbetriebswirt eine Halbtagskraft fürs Melken und einen Auszubildenden. „Vielleicht kommt im nächsten Jahr auch noch ein zweiter dazu.“ Auf dem Hof wird auch viel angebaut: „Wir sind eigentlich Selbstversorger, bauen auch Getreide an. Zu dem Futter für die Tiere wird nur 20 Prozent zugekauft.“ Dabei handle es sich lediglich um Zusätze wie Soja. Besonderen Wert legt Tobias Maas auf die Haltung seiner Tiere.

Er nimmt an der Initiative Tierwohl teil, die ganz bestimmte Kriterien bezüglich einer artgerechten Haltung fordert. „Eigentlich dürften auf dem Hof viel mehr Tiere gehalten werden, es soll aber genug Platz, Licht und gutes Futter für die Tiere geben.“ Diese Kriterien unterstütze er voll und ganz: „Licht, Platz und Luft sind das Beste für die Tiere.“ Besonders freut sich der Bauer auf den Kontakt zu den Leuten demnächst auf dem Gertrüdchen.

„Ich finde es schön, wenn sich die Leute für die Arbeit und den Hof interessieren und Fragen haben.“ Generell freue er sich über Besucher, die auch jederzeit spontan den Bauernhof ansehen könnten. „Vielleicht kommen ja mal ein paar Spaziergänger vorbei.“

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