Bald erste Flüchtlinge in ehemaligem Industriekomplex

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Die Handwerker sind bereits dabei, die Räume des ehemaligen Honeywellgebäudes herzurichten.

Neuenrade - Das ehemalige Honeywellgebäude wird zur Flüchtlingsunterkunft umgebaut. Die Vorbereitungen laufen bereits.

Gut drei Wochen noch, dann können die ersten Flüchtlinge in das ehemalige Honeywellgebäude einziehen. Bis zu 50 Personen können dann in dem einstigen Bürotrakt wohnen. Derzeit sind Handwerker eifrig dabei, die Räume herzurichten. Insgesamt sieben Gewerke sind an dem Projekt beteiligt, von Schreiner bis Fliesenleger, erläuterte der zuständige Bauamtsmitarbeiter Patrick Jost.

Den Kostenrahmen für die Herrichtung des angemieteten Gebäudes schätzt er auf 30 000 bis 40 000 Euro. Eigentümer der ehemaligen Honeywell-Dependance bK-electronic GmbH ist die angrenzende Firma Muschert & Gierse. Deren Inhaber haben das Gebäude gekauft und auch auf gutes Zureden des Bürgermeisters dann an die Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen vermietet. Die Neuenrader Verwaltung war mit ihren Möglichkeiten angesichts der Vielzahl an Flüchtlingen am Ende. Bürgermeister Wiesemann war daher froh über die Entlastung, die sich durch die Anmietung eröffnete – nahm es doch „Druck aus dem Kessel“.

Auch deshalb konnte die Verwaltung bisher vermeiden, Turn- und Sporthallen für die Flüchtlinge zu nutzen. Der Bürotrakt des Honeywell-Gebäudes wurde von dem übrigen Trakt des Fabrikgebäudes abgetrennt, denn die große Halle nebenan wird künftig als Drahtlager von der Firma Elisental genutzt. Büros werden zu Schlafräumen Aktuell wird ein großer Dusch/Waschraum, getrennt nach Geschlechtern, hergerichtet. Und die Büros, wo früher Buchhaltung, Versand, Einkauf oder gar Chefbüros waren, werden nun in Schlafräume für je sechs Personen umgewandelt.

Die vorhandenen Toilettenanlagen sind in gutem Zustand und können übernommen werden. Ein großer Raum wird umgebaut und als kombinierter Aufenthaltsraum mit Kochgelegenheiten, Tischen und Fernseher genutzt. Vorerst gibt es drei Standherde, drei Spülen und drei Waschmaschinen. Wenn Bedarf nach mehr bestehe, stocke man auf, erläuterte Jost. Vorgesehen sei die Unterkunft vor allem für Single-Flüchtlinge. Doch natürlich könne auch eine Familie dort wohnen, sagte Jost auf Nachfrage.

Von Peter von der Beck

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