Ausbau des Hüttenweges in Neuenrade geplant

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Neuenrade - Es war eine recht große Runde, die am Hüttenweg vis á vis zur Hagebau-Einfahrt zusammenkam: Anlieger, davon etliche Unternehmer, ließen sich von Planern des Märkischen Kreises, Thomas Meyer, und von Straßen.NRW, Klaus Gillmann, über die Situation am Hüttenweg informieren.

 Das ist jene marode Straße, die sich von der Einfahrt an der B229 (Nähe Arens & Hilgert) bis hin zur Garbecker Straße (Höhe Schniewindt) zieht. Komplett mit Untergrund und Bürgersteig muss die Strecke quasi neu gebaut werden (wir berichteten). Da gilt es Versorgungsleitungen neu zu legen oder auszutauschen, auch der Untergrund muss erneuert werden. In diesem Jahr würden Ausschreibungen und die Auftragsvergabe laufen, im Frühjahr würden die Bauarbeiten beginnen.

Vor diesem Hintergrund schätzte Klaus Gillmann von Straßen.NRW die Bauzeit auf gut gerechnet sieben Monate. Arg lang für einen Anwohner, der auf Frankreich verwies, wo man nachts baue und es überhaupt schneller gehe. Der Fachmann von Straßen.NRW verwies darauf, dass man hierzulande nicht unbedingt Baustellenarbeiten beschleunigen könne. „Wir haben keine Möglichkeit, Druck auszuüben“. Der Ausbau ist knapp bemessen angesichts recht enger Gegebenheiten: Das bedeutet zum Beispiel, dass der Bürgersteig zwischen 1,50 und 2,50 Meter breit sein wird.

Das ist zu schmal für eine Fahrradspur – zum Bedauern eines Anwohners, der mit seinem Enkeln im Kinderanhänger gerne auf einem schicken Fahrradweg zum Freibad fahren möchte. Verwiesen wurde dann noch auf den Schöntaler Weg, der im Zuge des neuen Verkehrskonzeptes als 30er-Zone deklariert werde könne und einen Fahrradweg erhalte. Wenn es um städtische Bauhoheit gehe, so riet Ulrike Wolfinger (SPD) dem Bürger, möge er eine entsprechende Eingabe beim Bauamt machen. Moniert wurde auch, dass es an der Einmündung B229 zum Hüttenweg keinen Kreisverkehr gebe.

Durch den Kreisverkehr könne man doch zu Stoßzeiten Wartezeiten vermeiden, schlug ein Bürger vor. Doch Straßen-NRW-Planer Gillmann hielt den Kreisverkehr bei einem nur dreiarmigen Mündungbereich nicht für sinnvoll. Der ausgebaute Hüttenweg wird am Ende wohl eine recht stark befahrene Straße: 4500 Fahrzeuge (davon zehn Prozent Lkw) schätzt der Planer vom Märkischen Kreis.

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