Lehrstellen-Aktion

Arbeitgeberverband hilft bei Suche nach Ausbildungsplätzen

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Sie werden sich bei Bedarf kümmern: Hans-Jürgen Stracke, Theo Wingen und Mark Hantelmann.

Neuenrade - Wer jetzt noch eine Lehrstelle sucht, bekommt in Neuenrade noch eine Chance. Ein engagiertes Team fragt in den Betrieben noch mal nach, ob es nicht doch noch die ein oder andere Stelle gibt.

Der Chef des örtlichen Arbeitgeberverbandes, Theo Wingen, und der Fraktionschef der CDU im Rat der Stadt, Mark Hantelmann, sowie Hauptschulleiter Hans-Jürgen Stracke werden sich auf Nachfrage kümmern und in Neuenrade nachhören, ob nicht noch eine Lehrstelle zusätzlich angeboten werden kann.

Wie Stracke erläuterte, seien in der Tat noch einige Hauptschüler unversorgt. „Viele sind nur notgedrungen zum Berufskolleg gegangen, die könnten es doch noch einmal hier probieren.“

Von 34 Absolventen hätten wohl neun eine Ausbildungsstelle ergattert. Seiner Einschätzung nach hätten bestimmt noch mehr Schüler Interesse. Der eine oder andere sei auch enttäuscht vom Berufskolleg und sehe keine Chance, „bei 20 Schulstunden pro Woche in einer 40-köpfigen Klasse“ den Notenschnitt für bessere Chancen zu erhöhen.

Stracke, Wingen und Hantelmann stellen auf jeden Fall ihre Kontaktdaten zur Verfügung und werden bei Nachfrage ihre Netzwerke aktivieren. Theo Wingen erklärte zudem, dass es vielleicht auch noch die Möglichkeit eines bezahlten Praktikums gebe.

Falls es mit einer Lehrstelle in einer Firma nicht auf Anhieb funktioniere, habe es sich auch schon mal bewährt, zunächst ein Praktikum, welches mit einem Lehrlingsgehalt vergütet werde, zu beginnen. So könnten die jungen Leute zum einen an das Berufsbild herangeführt werden.

Zum anderen könnten auch so beide Seiten sehen, ob man zueinander passe. Chancen auf Lehrstellen gebe es vor allem im Bereich Handwerk/Technik – da sei immer etwas möglich. Bei den sogenannten Weiße-Kragen-Berufen sehe es aber eher schlecht aus, ließ man gestern in Rahmen eines Pressegespräches durchblicken.

Unterm Strich ist der Ausbildungsmarkt heutzutage ein gänzlich anderer. Als die Initiative vor 20 Jahren gestartet wurde, gab es ein gewaltiges Bewerberaufkommen. Zum Teil wurden gar Übungsfirmen in der Region gegründet, um jungen Leuten eine Ausbildung zu ermöglichen. Das hat sich grundlegend gewandelt.

Theo Wingen: „Die Flut der Bewerbungen ist abgeebbt“. Gleichwohl sind eben immer noch junge Menschen unversorgt. Wer also Bedarf hat, sollte sich bei einem der drei Kontaktpersonen melden. Bei der Kontaktaufnahme per E-Mail sollte das Stichwort Lehrstellenaktion angegeben werden.

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