Antreten und Festzug der beiden Kompanien

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Als der Regen wieder nachließ war die Königskutsche geöffnet, so dass die wenigen Passanten doch noch einen Blick auf Thomas und Birte Schulte mit ihren Kindern Amil und emma-Sophie werfen konnten.

Neuenrade - Ein Handballer als Schützenkönig – das war für die Vereinskollegen vom TuS Neuenrade Grund genug, beim Festzug am Montag Nachmittag ihre Trikots zu den Schützenmützen zu tragen.

Vor dem Wohnhaus von König und Königin Thomas und Birte Schulte standen sie dann mit Bällen Spalier, die sie sich von einer zur anderen Straßenseite zuwarfen.

Diese Aktion ging allerdings in einem kurzen aber heftigen Regenschauer unter. Bis zum Ende des Festzuges hatte der Regen zwar wieder nachgelassen, aber Schützen und Musiker waren völlig durchnässt. Zudem gab es auch nur wenig Publikum am Straßenrand, so dass der Weg spontan abgekürzt wurde. Die Kutsche war wegen des Regens für die Königsfamilie zunächst geschlossen. Neben Thomas und Birte Schulte nahmen auch ihre beiden Kinder Emma-Sophie und Emil am Festzug teil.

Die Gewehrsektion knüpfte im 66. Jahr ihres Bestehens an alte Traditionen an: Da sie 1949 als Rosenstock-Kompanie gegründet worden war, marschierten die Mitglieder mit Rosenstöcken im Festzug mit. Auch die Königsfamilie hat eine besondere Verbindung zur Gewehrsektion, denn Sebastian Holy, der Bruder von Königin Birte Schulte, war 1996 und 2001 König der Gewehrsektion.

Als die beiden Kompanien Ober- und Unterstadt zum Zug antraten, sah das Wetter noch ganz anders aus, sogar die Sonne ließ sich einen Moment lang blicken. Bei der Oberstadt auf dem Bürgermeister-Schmerbeck-Platz freute sich Spieß Stefan Janikowski darüber, dass es mit Thomas Schulte „endlich“ wieder einen König aus der Oberstadt gibt. Aber das ändere nichts daran, dass er noch einige Strafen für „Vergehen“ der jüngsten Zeit parat hatte.

So traf es diesmal Frank „Shorty“ Duve. Für das „Gestrüpp“ in seinem Gesicht musste er sich eine Jack-Sparrow-Perücke aufsetzen. Und für Domenic Troilo gab es rote Haare und bunte Stulpen für Arme und Beine als Strafe für die grünen Socken zur Schützenuniform. Allerdings hatte Janikowski es nun so leid mit dem Presseoffizier, sodass er nun eine offizielle Genehmigung für das Tragen grüner Socken hat, selbstverständlich auf grünem Papier. Stefan Zanger und Olaf Neumann mussten mit grün-weiß dekorierten Urin-Flaschen an der Uniform im Zug marschieren, weil sie wegen eines drängendes Bedürfnisses beim Schützenzug in Attendorn aufgefallen waren.

Nach dem Antreten der beiden Kompanien setzte sich der Festzug in Bewegung, um das Königspaar an der Oberen Halle abzuholen.

Auch in der Unterstadt verhängte Spieß Holger Schlotmann einige kleinere Strafen. Thorsten Lepke etwa bekam eine Wanduhr zum Umhängen, damit er künftig zu den Sitzungen pünktlich erscheint. Damit Dennis Mund in Zukunft besser auf die Sachen achtet, die er von den Spießen erhält, gab es für ihn ein Schild mit der Aufschrift „Ich bin gut zu Vögeln“. Das nahm stellvertretend seine Freundin entgegen. Peter Pätzold erhielt Namensschilder, weil diese an seinem Haus fehlten.

Außerdem wurde in der Unterstadt die Ernennung von Jens Gaude, bis gestern noch Schützenkönig, sowie Marten Schumacher zu neuen Gruppenführern nachgezogen. Da Gaude beim Ehrenscheibenschießen auf das falsche Ziel geschossen hatte – nämlich auf den unteren Schießstand – wurden die Ziele kurzerhand in Gaude 1 und 2 umbenannt. Geburtstagskind Danny Krause dagegen durfte für zwei Minuten die Kompanieführung übernehmen und ließ dann alle angetretenen Schützen den Ententanz aufführen. Nichtsdestotrotz gab es noch ein Geburtstagsständchen für den 31-Jährigen.

Antreten und Festzug in Neuenrade

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