Angelika Schweitzer: 40 Jahre im Dienst der Kinder

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Klare Sache, dass nicht nur Weggefährtinnen gekommen waren, um zu gratulieren, sondern auch die Kindergartenkinder Angelika Schweitzer ein Ständchen brachten.

Neuenrade - Angelika Schweitzer ist eine souveräne, gestandene Frau und öffentliche Auftritte als Leiterin einer Kita sind nichts Ungewohntes für sie. Doch gestern war ihr doch ein wenig komisch zumute, ging es diesmal doch um sie persönlich.

 40 Jahre im öffentlichen dienst, 30 Jahre davon in leitender Funktion und 20 Jahre in Neuenrade, seit es eben die Tagesstätte Wirbelwind gibt. Das galt es zu feiern und da kann man schon ein wenig wehmütig werden. Doch auch diesen Moment meisterte Schweitzer souverän. Jede Menge Leute waren gekommen, um ihr zu gratulieren. Ehemalige Weggefährtinnen, der Elternbeirat, Bürgermeister Antonius Wiesemann und große Teile der Verwaltungsspitze, allen voran die Kämmerei, der das finanzielle/personelle Management der Städtischen Kitas zugeordnet ist, Personalrat und die Kolleginnen aus dem Wirbelwind und den anderen Kitas kamen natürlich auch.

Und es gab viel Lob für die 58-Jährige, auch vom Bürgermeister, der die wichtige Arbeit Schweitzers würdigte, die mit Herzblut ihren Job erfüllt habe. In der Tat: Als junges Mädchen von 18 Jahren stieg Angelika Schweitzer in das Kindergartengeschäft ein, übernahm als Erzieherin im Anerkennungsjahr gleich eine Gruppe von 30 Kindern mit viel Engagement. Fingerfarben zu malen mit 30 Kindern ist schon eine besondere Herausforderung und das anschließende Putzen über den Feierabend hinaus war sozusagen im Preis mit drin. Auch gab es ohnehin mehr Kindergartenkinder. So wuselten damals insgesamt 120 Kinder an ihrem ersten Arbeitsplatz herum. 1995 mit der Eröffnung der Kita Wirbelwind übernahm die Garbeckerin dann die Leitung der Neuenrader Einrichtung.

Angelika Schweitzer

Blickt sie zurück, so hat sich das Verhalten der Kinder nicht gewandelt. Die seien immer noch spontan, kreativ und begeisterungsfähig. Was sich geändert habe sei eben die Gesellschaft und damit die Rahmenbedingungen für für die Kinder. Es sei heutzutage meist üblich, dass beide Eltern arbeiten würden und dementsprechend mehr Zeit würden die Kinder auch in der Einrichtung verbringen. Das ergebe eben neue Herausforderungen für die Erzieherinnen. Da sei das Kibiz (Kinderbildungsgesetz) nicht hilfreich bei der Organisation. Aber unter dem Strich sei es für die Kinder nicht schlechter geworden, betonte Schweitzer. Gleichwohl wünschte sie sich kleinere Gruppen und eine stärke Belegschaft, denn durch die U3-Betreuung sei unter anderem der Pflegeaufwand größer.

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