Sängerin mit großer Botschaft zum dritten Mal in Neuenrade

Angelika Milster erfreut das Publikum in der katholischen Kirche mit ihren Liedern

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Unter dem großen Altarkreuz der Kirche St. Mariä Heimsuchung sang Angelika Milster auch geistliche Musik wie ein „Agnus Dei“ und das Lied der Maria Magdalena aus dem Musical „Jesus Christ Superstar“.

Neuenrade - Bereits zum dritten Mal suchte und fand Angelika Milster ihr Publikum in Neuenrade: Gut aufgelegt und mit schöner Musik im Gepäck präsentierte sie sich am Sonntag gemeinsam mit ihrem unermüdlichen Pianisten Jürgen Grimm in der gut gefüllten Kirche St. Mariä Heimsuchung.

Die Diva, die einst mit dem Musical „Cats“ einem breiten Publikum bekannt wurde, kam mit einer Botschaft und einem „Leitmotiv“ für das Konzert unter dem Titel „Begegnungen“: „Ich meine, dass Menschen, die Menschen lieben, die glücklichsten Menschen auf Erden sind.“

Entsprechend eröffnete sie das Konzert mit einem Titel von Shirley Bassey, in dem diese die „Luckiest People in the World“ besang. Weiter ging es zu großen Worten Martin Luther Kings, die nur leicht abgewandelt waren: „Ich hab’ geträumt, wir wären alle gleich – egal, ob schwarz oder weiß.“ 

Noch ein paar Jahre vor dem großen politischen Aufbruch in den USA schrieb Pete Seeger jenes berühmte Lied, das Angelika Milster auf Deutsch sang: „Sag mir, wo die Blumen sind“. Und so ging es weiter durch viele jener bekannten Lieder, die Kraft und Mut zu geben vermögen: Harold Arlens „Somewhere over the Rainbow“, eine deutsche Fassung von „Amazing Grace“ und jenes Lied auf das irdische und himmlische „Jerusalem“, das auch Männerchöre zurecht so schätzen. 

Weitere Stücke passten bestens zu einem Konzert in einer Kirche: Ein „Agnus Dei“, die Anrufung jenes Gotteslamms, das sich für die Sünden der Menschen opfert. Geradezu donnernd sang die Milster die finale und so hochaktuelle Bitte um Frieden „Dona nobis pacem!“ 

Mit dem Lied der Maria Magdalena aus „Jesus Christ Superstar“ war sie wieder in der Welt der Musicals, in der sie viele Jahre ihres Lebens verbracht hat. Und natürlich sang sie das wunderbare „Memories“ aus dem Katzen-Musical: „Träume, die Erinnerung im Mondlicht“. 

Interessant wurden ihre Moderationen auch da, wo Angelika Milster ein bisschen aus dem Nähkästchen ihrer Musical-Karriere plauderte: Nein, das Musical „Elisabeth“ sei damals nicht so ihre Rolle gewesen – „mit Korkenzieherlocken und so“. „Und ich singe es trotzdem“. 

Und neue Musicals? „Für die einen bin ich zu alt, für die anderen zu jung.“ Und doch lockt in Kürze das Leben der Doris Day in Berlin – die Milster hat noch gut zu tun, was auch an ihrer Vielseitigkeit liegen mag: „Egal, ob Schlager, Jazz, Musical oder Oper – das sind alles nur Formen, die das ausdrücken, was wir nicht erklären können.“

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