Analyse des Spielplätze-Bedarfs

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Der demographische Wandel wird für die Neuausrichtung des Spielflächenbedarfsplanes eine nicht unbedeutende Rolle spielen. Am Ende soll eine breite Grundlage für weitere Entscheidungen stehen.

Neuenrade - Mit einer Analyse des Spielplatzbedarfes in Neuenrade befasst sich derzeit Klaus Korte, Mitarbeiter des Bauamtes. Bis November/Dezember soll der sogenannte Spielflächenbedarfsplan stehen. Dabei geht es nicht nur um die laufende jährliche Fortschreibung, sondern um die grundsätzliche Aufarbeitung, die sozusagen für eine neue Generation erfolgt. Derzeit gibt es 27 städtische Spielplätze.

So stammt die letzte grundsätzliche Analyse wohl aus 1990. Hintergrund der nun neuen Analyse ist, dass sich die Rahmenbedingungen für den Spielplatzbedarf verändert haben und künftig wohl auch noch erheblich verändern werden. Hintergrund ist natürlich der demografische Wandel, der auch für Neuenrade nicht nur einen Bevölkerungsrückgang bedeutet, sondern auch eine andere Altersstruktur.

Korte verweist auf die Entwicklungsprognose des statistischen Landesamtes für Neuenrade bis zum Jahr 2040. Demnach geht dann die Neuenrader Bevölkerung von jetzt knapp 12 000 auf dann rund 10 100 Einwohner zurück. Das bedeute für die Altersklasse der 0- bis 18-Jährigen einen Rückgang von derzeit knapp 6030 Kindern und Jugendlichen auf dann nur noch 5530, heißt es bei Korte. Dementsprechend sinkt der Bedarf bei jener klassischen Gruppe von Spielplatznutzern.

Und das bedeutet auch Veränderungen in den einzelnen Stadtteilen. Für den Bedarfsplan spielen aber auch andere Kriterien wie die technische Entwicklung oder auch Veränderungen bei der inhaltlichen Ausrichtung, soll heißen Sicherheit und Größe, bei den Spielflächen eine Rolle oder auch die Veränderungen bei der Freizeitgestaltung. Gut zu tun hat Klaus Korte also mit seiner aktuellen Analyse: So muss er die Versorgungssituation mit Spielplätzen ermitteln, dokumentieren und eben auch analysieren.

Der Bedarf bei der klassischen Gruppe von Spielplatznutzern sinkt immer weiter.

Danach ist die Zielvorgabe, künftig genügend und ausreichend große öffentliche Spielflächen für Kinder und Jugendliche an geeigneter Stelle zu gewährleisten. Klar ist, dass die Spielplätze dem Bedarf entsprechend ausgestattet werden. Und dass die Spielplätze auch nachhaltig und ökonomisch bewirtschaftet werden können. Zudem sollen alle Stadtteile entsprechend der Bevölkerungsstruktur gleichmäßig versorgt sein. Die Qualitätsstandards sollen dabei so gewählt werden, dass sie lange Bestand haben. Das Werk wird also Grundlage sein für künftige Planungen, Konzepte und die betriebswirtschaftliche Steuerung dieser Flächen. Langfristig diene das der Sicherung städtischen Vermögens.

Wie Korte in einem Telefongespräch erläuterte, spiele das Geld nicht die Hauptrolle bei den Überlegungen. Da hänge nun nicht der Haushalt dran. Es gehe einfach um die Bedarfsüberprüfung. Da schaue man sich die Nutzung der Spielflächen schon an. Wenn ein Platz kaum noch genutzt werde, könne man dessen Ressourcen vielleicht besser für einen anderen Spielplatz nutzen. Auch eine Umwandlung einer Spielplatzfläche in eine kleine Parkanlage für ältere Bürger könne da sinnvoll sein.

Wie auch immer: Korte sagte auch, dass der Spielplatzbedarfsplan Teil eines Gesamtkonzeptes sein müsse.

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