Adler und Boland „Shop in Shop“

Neue Perspektiven

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Petra Boland und Anke Adler sind vorübergehend geschäftlich durch das Shop-in-Shop-System verbunden – bis zur Eröffnung des neuen Ladenlokals von Petra Boland im ehemaligen Vollmer-Haus, Hinter der Stadt 6.

Neuenrade - Fast schon fassungslos ist Anke Adler angesichts all jener Gerüchte, die wegen ihres Geschäftes die Runde machen. Räumt sie wegen der Sonneneinstrahlung die Wolle aus dem Fenster, heißt es gleich, dass sie aufhört. Diese und ähnliche Gerüchte schießen häufig ins Kraut, auch als nun ihre Freundin Petra Boland mit in ihr Ladenlokal zog. Dabei ist alles ganz einfach:

Das alte Steinhaus-Haus an der Eulengasse wurde verkauft und Petra Boland musste sich nach einem neuen Ladenlokal für Petras kleine Welt umsehen. Dabei ergab sich eine besondere Gelegenheit: Seit Jahren schon bewundert Boland das alte, denkmalgeschützte Vollmer-Haus Hinter der Stadt 6. Und als es nun vakant wurde und zum Verkauf stand, da fackelte Petra Boland nicht lange und erwarb die Immobilie – ein Hingucker in direkter Nachbarschaft der Kiku. Noch im vergangenen Jahr sagte sie spaßeshalber „wenn das Haus mal zu verkaufen ist, dann kaufe ich das und setz mich den ganzen Tag vor die Tür und bewundere diese“.

Nun eben ist der Wunsch Wirklichkeit geworden. Und hier wird auch das neue Ladenlokal im Erdgeschoss entstehen, in der oberen Etage wird es Seminarräume geben. Dort sollen Meditationskurse angeboten werden. Doch gestaltet sich die Innensanierung des Gebäudes aufwändig, zumal Boland behutsam vorgehen will, um die Räume authentisch herzurichten. Doch der Eröffnungstermin steht fest. „Schließlich muss man sich ein Ziel setzen“, sagt Petra Boland. So wird am 3. September ab 9 Uhr, Hinter der Stadt 6, Eröffnung gefeiert. Auf einer Einladungspostkarte verspricht Petra Bohland: „Ich gebe alles, um diesem schönen Haus die Würde wieder zu geben, die es verdient. Und dass sie sich wohlfühlen“. Allerdings ist es bis September noch ein Weilchen hin. Und einstweilen kommt sie eben bei ihrer Freundin Anke Adler unter. Boland machte den Laden per 31. März zu und zog sozusagen eine Haustür weiter. „Das ist ein Shop-in-Shop-System, nicht unüblich zum Beispiel in Großstädten“, erläutert Anke Adler. Sie schuf Platz für Freundin Petra Boland und ihr Angebot „Petras kleine Welt“.

Es ist eine Win-win-Situation. Anke Adler berichtet: „Es kommen Kunden in meinen Laden, die vorher noch nicht da waren und es kaufen Kunden aus meinem Laden bei Petra Boland, die sie vorher auch nicht kannte“. Der Stricktreff, welcher immer donnerstags stattfindet, tagt nun zwischen Wolle und Räucherstäbchen und bleibt weiterbestehen. Beide Frauen sind zudem zufrieden mit der geschäftlichen Entwicklung – auch am Standort Erste Straße

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