Waldorfschüler präsentieren das Stück Himmelwärts

Als Gegenpart zum Teufel agiert im Stück der heilige St. Petrus, der vom Himmel aus alles im Blick hat.

Neuenrade - Die Mutter im Himmel, der Vater bereits in der Hölle – und der Zugang zur erstrebten Gesangskarriere bleibt der Rolle der Luise auch verwehrt... Die Mädchen und Jungen der achten Klasse der Waldorfschule führten beim traditionellen Theaterstück das 1934 geschriebene Werk „Himmelwärts“ des Autors Ödön von Horvath im Saal der Schule auf.

Bereits seit neun Jahren wird an der Waldorfschule im achten Jahrgang ein Theaterstück aufgeführt. In diesem Schuljahr hatten sich die Kinder, in Ansprache mit dem Theaterpädagogen Daniel Lörmeier, für das Stück des österreich-ungarischen Autors entschieden. „Die Schüler fanden das am interessantesten und wollten es unbedingt selbst aufführen“, sagte die Lehrerin der Klasse, Eva Holtmeyer.

„In den letzten sechs Wochen wurde sehr intensiv geübt und geprobt“, berichtet die Pädagogin. Die Vorbereitungen auf das Theaterstück, das in zwei Aufführungen – jeweils um 10 und 19 Uhr – mit unterschiedlichen Besetzungen am Donnerstag stattfand, liefen bereits seit dem vergangenen Sommer. „Je länger geprobt wird, desto besser ist meist die Aufführung, da damit eine gewisse Routine einher geht“, sagte Holtmeyer, die sich mit der Aufführung sehr zufrieden zeigte.

In dem Stück will die 18-jährige Luise, deren Eltern bereits beide verstorben sind, als Gesangstalent entdeckt werden. Trotz ihrer Versuche wird sie vom Theaterdirektor ignoriert und auch der gescheiterte Hilfsregisseur Lauterbach – der die meiste Zeit betrunken ist – kann ihr nicht helfen, so dass das Mädchen ihre Seele an den Teufel verkauft, um groß Karriere zu machen.

So wurden die Zuschauer bestens unterhalten und erfreuten sich an der ein oder anderen komischen Einlage. Insgesamt 21 Mädchen und Jungen – plus mehrere zusätzliche Kinder, die bei der Technik aushalfen – waren am Stück beteiligt.

Zusätzliche Hilfe bekamen die Schüler von ihren Kameraden aus der elften Klasse, die beim Schminken halfen. Weitere Schüler aus dem zwölften Jahrgang der Waldorfschule filmten das Theaterstück und halfen bei der atmosphärischen Beleuchtung aus. Zudem hatte Ralf Brolle aufwändig ein Gerüst aufgebaut, dass dafür sorgte, dass der im Stück vorkommende St. Petrus auch sichtbar erhöht zum Publikum sprechen konnte.

- Von Benny Finger

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