„Man merkt, was euch auf dem Herzen liegt“

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Die Mädchen und Jungen präsentierten selbst erstellte Fotostorys, bei denen sie ihre Vorschläge für Änderungen präsentierten.Die Erwachsenen hörten aufmerksam zu, welche Bedürfnisse die Kinder haben. Bürgermeister Wiesemann (links) versprach, sich der Vorschläge anzunehmen.

Neuenrade - „Ihr habt euch wirklich gute Ideen einfallen lassen und seid wirklich bodenständig geblieben“, resümierte Bürgermeister Antonius Wiesemann bei der Abschlussveranstaltung der Aktion „Wir sind Bürgermeister“.

Elf Mädchen und Jungen hatten an insgesamt vier Nachmittagen - mit Unterstützung von Tablets - Fotostorys erstellt, die die Änderungsvorschläge der Kinder für Neuenrade präsentierten.

Neben dem Bürgermeister, der Organisatorin Sandra Horny, Leiterin der Bücherei, waren auch die beiden Schulleiter der Grundschulen zu Gast in der Bibliothek an der Niederheide. Awert Riemenschneider von der Burgschule und Astrid Wagner-Tillmann, Leiterin der Gemeinschaftsschule, waren sich einig, dass sie „sehr gespannt auf die Vorschläge der Grundschüler sind und toll finden, dass die Kinder auch moderne Technik eingesetzt haben.“

Einem der wichtigsten Anliegen, die mehrere der Mädchen und Jungen hatten, konnte Bürgermeister Wiesemann direkt eine Zusage geben: „Ja, es wird eine neue Nestschaukel auf dem Spielplatz an der Burgschule geben“, so Wiesemann. Dies war nur eine der Ideen, die die insgesamt elf Kinder, die an der zweiten „Wir sind Bürgermeister“-Aktion teilgenommen hatten. „Man merkt schon, dass euch das Thema Spielen sehr auf dem Herzen liegt. Es wird sich bald einiges tun“, so das 56-jährige Stadtoberhaupt. So soll der Spielbereich am Hallenbad demnächst mit neuen Spielgeräten und Sitzgelegenheiten erweitert werden.

Weitere Vorschläge der Kinder drehten sich darum, dass die Fußballplätze von Asche- zu Kunstrasenplätzen gewandelt werden sollten. „Dann tut man sich beim Bolzen nicht mehr so an den Händen und Knien weh“, sagte der zehnjährige Timur. Zudem war ein Wunsch der Kinder, dass die Burgschule genau die selben Rollläden bekommen sollte, die bereits an den Fenstern der Bücherei angebracht seien. Im Sommer sei es oft viel zu heiß zum Lernen, da in den Schulklassen teilweise eine große Hitze herrschen würde.

Aber auch der Wunsch, einen Kiosk an der Burgschule - eine der größten Grundschulen im Märkischen Kreis - zu etablieren, wurde lautstark gefordert. „Dort soll es Brötchen und Süßigkeiten geben, wenn wir Hunger haben“, sagte der zehnjährige Furkan. Schulleiter Riemenschneider äußerte sich direkt positiv auf den Vorschlag. „Zwar nicht nur mit Süßigkeiten, aber auch mit Obst und gesunden Lebensmitteln, wäre - neben dem gesunden Frühstück - das eine überlegenswerte, prima Alternative für die Schulkinder“, so der Schulleiter der Burgschule.

Nach der Diskussionsrunde dankte Organisatorin Horny allen Involvierten. Dazu zählten explizit Anna-Bea Brockhagen und Timm Horny, die sich ehrenamtlich bei der Aktion beteiligt hatten. Die jugendlichen Helfer lobten die Arbeit mit den Kindern als „durchaus stressig, aber dafür auch sehr spaßig.“

Wiesemann lud die Kinder für den Herbst erneut ins Rathaus ein. Bereits Anfang Februar durften die Kinder, im Rahmen der Aktion, sich dort mit Wiesemann austauschen. Dann sollen die Kinder einen Überblick bekommen, welche ihrer Vorschläge im Stadtrat positiven Anklang gefunden haben.

Von Benny Finger

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