Abschied von der Waldorfschule

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Die Elftklässler und Abiturienten präsentieren sich hier an ihrem letzten Tag in der Waldorfschule.

Neuenrade - Länger als eine durchschnittliche Ehe – so beschrieb Eurythmie-Lehrerin Gesine Horn die gemeinsame Schulzeit der Abiturienten und Elftklässler bei der Abschiedsfeier in der Aula der Waldorfschule am Donnerstag. Immerhin hätten die Schüler elf beziehungsweise 13 Jahre miteinander verbracht. Auch dem Kollegium fiele der Abschied schwer. „Wir werden euch sehr, sehr vermissen“, betonte Horn.

Die Lehrerin der 13. Klasse, Heike Meisen, richtete einige Worte an die Abiturienten. Dabei zitierte sie den Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann, der gesagt habe, „Wer in Marzahn groß geworden ist und dies unbeschadet überstanden hat, der ist zu allem fähig.“ Man müsse Marzahn nur durch „Waldorfschule“ ersetzen und schon treffe dieser Satz auch auf die Abiturienten zu. In diesem Sinne wünschte Meisen ihnen viel Spaß und Erfolg auf ihrem weiteren beruflichen Weg.

Da nicht nur die Abiturienten, sondern auch die Schüler der elften Klasse ihren Abschluss feierten, hatte Klassenlehrerin Svetlana Willmann ebenfalls eine kleine Ansprache vorbereitet. Sie lasse die Schüler mit einem lachenden und einem weinenden Auge gehen, sagte sie. Obwohl die Klasse ein „unglaublicher Quasselhaufen“ gewesen sei, habe sie selten so motivierte und arbeitsvolle Schüler erlebt. Außerdem ging sie auf die Abschlussfahrt nach England ein, bei der alle Teilnehmer eine gute Disziplin gezeigt hätten. 14 der insgesamt 27 Schüler aus der elften Klasse bleiben allerdings an der Schule, um ihr Abitur anzupeilen, die übrigen Jugendlichen beenden ihrer Laufbahn auf der Waldorfschule. „Auch wenn ihr die Schule verlasst, ihr seid nicht aus meinem Kopf“, versprach Willmann abschließend und erntete dafür herzlichen Applaus.

Die Klassensprecher der beiden Jahrgänge hatten sich ebenfalls ein paar Worte für ihr Auditorium zurechtgelegt. Leonard Kraus, Vertreter der 13. Klasse, appellierte dabei an die jungen Schüler, kontinuierlich zu lernen, dabei aber auch die Freizeit nicht aus den Augen zu lassen. Hannah Jost aus der elften Klasse betonte, dass es Höhen und Tiefen gegeben habe, die gesamte Zeit sei jedoch ein großes Hoch gewesen. Abschließend dankte sie ihrer Klasse für die vergangenen vier Jahre.

Als Geste des Abschieds durchschritten die Schüler ein Blumentor, durch selbiges waren sie bei ihrer Einschulung gegangen. Begleitet wurde die Abschiedsfeier von der ersten, zweiten, fünften und siebten Klasse, die entweder den Morgenspruch aufsagten oder die Ergebnisse ihres Eurythmie-Unterrichts präsentierten. Dazu gehörten die getanzte Darbietung von Goethes „Mailied“ und eine Choreographie mit Stöcken, die auch der Rückenstärkung diene.

Von Julian Kühn

Ihr Abitur bestanden:

Jan Bechler, Luisa Agnes Böhmert, Lena Heidrich, Pia-Kiara Hilburg, Leonard Kraus

Die elfte Klasse schlossen ab:

Marie Christin Bathe, Niklas Bechler, Caroline Berkemeier, Lucas Bialas, Zoe Anna Böhmert, Anabel Böhnisch, Maya Budde, Rebecca Giesen, Levin Hötte, Katharina Hübl, Hannah Irmgard Jost, Laura-Sophia Kahle, Celina Kleine, Florian Matuszewski, Anjuli May, Alexander Munz, Julian Oest, Claudio Rummel, Richard Jan Schensar, Arthur Schniewindt, Philipp Schulte, Lia Cecilia Sonnenberg, Leonie Stracke, Paula ten Kate, Sofia Tiemann, Celia Ursula Verlemann, Linda-Marie Voss, Lena Wolff

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