Abschied von der Gertrudenschule

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Viele Gäste schwelgten in Erinnerungen und begutachteten die Bilderwände.

Neuenrade - Mit einem großen Fest verabschiedeten sich zahlreiche Gäste, Lehrer und ehemalige Schüler am Samstag von der Gertrudenschule. Die Verantwortlichen, darunter der ehemalige Schulleiter Volker Grünberg, hatten eine beachtliche Feier auf die Beine gestellt.

 Die Stimmung war bestens, auch die Wetterkapriolen konnten die gute Laune nicht verderben. Wenn es zu regnen begann, flohen die Besucher schnell unter das Dach und warteten auf die Sonne, was zumeist nicht lange dauerte. Für die musikalische Begleitung waren die „Entspannungsminister“ um Frontmann Maik Wiesgart zuständig. Mit ihren rockigen Hits sorgten sie für das richtige Ambiente und versuchten gar mit „I can see clearly now“ die Sonne hervorzulocken, schließlich heißt es im Text weiter: „The rain is gone“.

Abschiedsfeier Gertrudenschule

Darüber hinaus halfen einige Neuenrader Vereine bei der Versorgung der hungrigen Gäste. Die Jugendfeuerwehr und die Fußballjugend des TuS Neuenrade boten Würstchen mit Currysauce, Pommes und Getränke an. Die türkische Frauengruppe „Karma“ hatte zahlreiche Spezialitäten wie Baklava vorbereitet. Besonders großer Annahme erfreute sich der Stand des Dönerhauses Tasdemir aus Altena. Der Besitzer sei ein ehemaliger Schüler, erklärte Rektor Hans Jürgen Stracke.

 Weitere Höhepunkte waren die Aufführungen des Trios „FreeMotion“, das mit Salti und gewagten Sprüngen durch einen Parcours aus Kästen begeisterte. Die drei Neuenrader Sportler betreiben eine Mischung aus Parcourslauf und dem sogenannte „Free Running“.

Natürlich ließen es sich die Verantwortlichen nicht nehmen, kurze Ansprachen zu halten. „Eine Ära geht zu Ende“, betonte Rektor Hans Jürgen Stracke. Über 100 Lehrer und 3000 Schüler hätten in der Bildungsanstalt in den vergangenen 48 Jahren gelehrt und gelernt. Auch sein Vorgänger Volker Grünberg blickte sichtlich emotional zurück. Lehrer und Schüler hätten zusammen Schulfeste, Abschlussfahrten, Sportfeste sowie Klassenfahrten, etwa in die Neuenrader Partnerstädte Klingenthal und Dinxperlo, erlebt. Aus den Schülern seien Ingenieure, Sterneköche und Bürgermeister geworden.

Mit letzterem spielte er auf Antonius Wiesemann an, der nach Grünberg die Bühne betrat und in seiner Funktion als Neuenrader Bürgermeister einige Worte an die Besucher richtete. Stracke hatte sich zuvor als Bestatter der Gertrudenschule bezeichnet, das wollte der Bürgermeister indes nicht gelten lassen. „Die Schule lebt weiter“, verdeutlichte Wiesemann den Übergang in die Gemeinschaftsschule. „Lassen sie uns also heute zusammenstehen und aus alten Zeiten plaudern.“

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