Kein Geld für Reparatur der L 697

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Thorsten Schick will ordentliche Straßen in seinem Wahlbezirk haben. Das möchte sicherlich auch Bürgermeister Antonius Wiesemann.

Affeln -  Die Autos rumpeln über die L 697 und der Zustand der Straße wird erst einmal so bleiben. Denn eine Reparatur der Straße zwischen Blintrop und Affeln ist erst einmal nicht in Sicht. Und so werden sich die Autofahrer jeden Tag weiter über die Nicht-Verwendung von Steuermitteln ärgern.

Dabei hatten sich fast alle Beteiligten Mühe gegeben, um etwas an der Situation zu ändern oder um zumindest an Informationen zu gelangen. So hatten sich Bürger beim Ortsvorsteher beschwert, der wiederum kontaktierte ohne Erfolg Straßen NRW und schließlich wurde die Führungsmannschaft der Neuenrader CDU, der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick und die Öffentlichkeit involviert. Der ramponierte Straßenbelag rückte ins Blickfeld, Schick schrieb an Straßen NRW.

Indes – es rührte sich lange nichts. Zumindest hat Schick „bis heute noch keine offizielle Antwort“ auf sein Schreiben. Immerhin soll es aber einen Anruf bei dem Affelner Ortsvorsteher Josef Hochstein gegeben haben. Tenor: Man habe kein Geld, um die Straße zu machen. Aber wenn man Geld habe, dann werde die Angelegenheit in Angriff genommen. Das jedenfalls berichtete Straßen-NRW-Sprecher Michael Overmeyer. Der sagte auch dazu, dass die Straßenmeisterei die Verbindungsstrecke verkehrssicher halte. Overmeyer hatte auch noch ein paar Zahlen parat. Demnach würden täglich knapp 1900 Autos diese Strecke in beide Richtungen befahren. Das sei unter dem Landesschnitt, der bei 5350 Fahrzeugen pro Tag liege – da müssen offenbar Prioritäten gesetzt werden.

12,5 Millionen Euro für Straßenreparaturen

Denn das Budget für den Bereich Südwestfalen ist denkbar knapp bemessen. Gerade einmal 12,5 Millionen Euro stünden für die Reparatur der 1150 Landesstraßenkilometer hierzulande zur Verfügung. Zudem seien die Bundesstraßen gegenüber den Landesstraßen besser in Schuss.

MdL Thorsten Schick bemängelt ganz klar, dass insgesamt zu wenig Mittel für Südwestfalen und vor allem für den Märkischen Kreis zur Verfügung stünden. Da müssten Landesregierung und Parlament einfach mehr Geld investieren. Schick betonte: „Die Landesstraßen, das sind hier die kleinen Autobahnen“. Es gebe eben nicht das dichte Netz wie im Ruhrgebiet oder der Rheinschiene. Hier hätten die Landesstraßen eben auch überregionale Bedeutung. Und diese Tatsache sei eben nicht bei allen angekommen. Das simple Anordnen von Geschwindigkeitsbeschränkungen auf maroden Straßen helfe hier einfach nicht weiter. „Das kann nicht die Antwort sein.“

Schick verweist darauf, dass nun entscheidende Jahre kommen würden, was den Ausbau der Infrastruktur auf dem Lande anbelange. Und dabei gehe es nicht nur um ordentliche Straßen, sondern auch um den Ausbau des Breitband-Netzes und anderer Infrastruktur. Um Fachkräfte auf Dauer herzuholen und auch hier auf dem Land halten zu können, müssten hier Weichen gestellt werden. Sonst würden sich Familien mittelfristig wieder in Richtung Ballungszentren orientieren.

Bei Affelns Ortsvorsteher Josef Hochstein herrscht Unmut. Schließlich werde der Zustand der L 697 seit zehn Jahren angeprangert und es passiere gar nichts. Hochstein will jedenfalls nicht aufgeben und stellt diesen Anspruch auch an andere: „Ich erwarte von Thorsten Schick, dass er dranbleibt“. Und die CDU in Düsseldorf solle angesichts dieser Straßenproblematik zeigen, dass sie auch was drauf habe.

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