660. Getrüdchen: Kräutermedizin zur Eröffnung

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Bauhof Mitarbeiter Bernd Uerpmann (rechts) verlass die offizielle Eröffnung auf dem Rathaus-Balkon. Für Bürgermeister Antonius Wiesemann (links) war es seine Gertrüdchen-Premiere als Stadtoberhaupt.

[Update] Neuenrade - Mit dem traditionellem "Peitschenknall, der durchs Hönnetal schallen soll", wurde um am Samstag 10.04 Uhr auf der Rathaus-Terrasse bei frostigen 0 Grad Celsius das 660. Gertrüdchenfest feierlich eröffnet.

„So trinkt den Buba-Bitter in Maßen und habt Spaß und feiert“, verkündete der „Stadtsoldat“ und Ausrufer Bernd Uerpmann auf dem Rathaus-Balkon bei der Eröffnung des 660. Gertrüdchenfestes am Samstag um 10.04 Uhr. Kurz darauf erklang der Peitschenknall, den Horst Kruse mit der original Peitsche des früheren Neuenrader Pferdehändlers Louis Krämer ausführte.

Bis auf das Rathausfoyer drängten sich die Gäste im Rathausfoyer, die keinen Platz mehr im kleinen Festsaal des Rathauses fanden. Schon zur Begrüßung wurde der altbekannte, beliebte Apotheker-Kräuterschnaps Buba Bitter gereicht und von den Gästen als „heilende Medizin“ tituliert. Im Saal hielt Bürgermeister Antonius Wiesemann die Eröffnungsrede zum Gertrüdchen-Fest, das bereits am Vortag mit den gratis Karussellfahrten für die Kinder begann, der Tradition nach aber jedes Jahr erst am Samstagmorgen gegen 10 Uhr eröffnet wird.

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„Bereits vor hunderten von Jahren zeichnete das Volksfest aus, dass Leute zusammen kamen, sich trafen und die Kinder belustigt wurden“, so das Stadtoberhaupt, der diesen Grundgedanken des Festes beibehalten will. Zum historischen Kontext des Festes hatte der ehrenamtliche Stadtarchivar, Dr. Rolf-Dieter Kohl, dem Bürgermeister ein paar Fakten rund um das Gertrüdchen zusammengetragen, die Wiesemann mit kleinen Anekdoten füllte.

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Unter den Gästen „aus nah und ganz fern“, befand sich auch der ugandische Botschafter Marcel R. Tibaleka, der von Wiesemann einen Gertrüdchen-Schal überreicht bekam. Neben dem Botschafter waren auch die CDU-Abgeordnete Christel Voßbeck-Kayser, die SPD-Abgeordnete Dagmar Freitag, der CDU-Landrat Dr. Thomas Gemke und die Bürgermeister aus Werdohl, Silvia Voßloh, im Neuenrader Rathaus zugegen. „Das ist für uns beide die Gertrüdchen-Premiere“, sagte Wiesemann erfreut zur Amtskollegin aus der Nachbarstadt.

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Die parteiübergreifende Delegation – inklusive des Botschafters – begab sich gegen 10 Uhr auf den Rathaus-Balkon. Traditionell marschierte der Musikverein vor dem Peitschenknall auf den Vorplatz, um einige Lieder vorzutragen.

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