659. Gertrüdchen in Neuenrade

Seit Samstag gibt es das Straßenschild von der Rue Napoleon in Neuenrade. Bürgermeister Klaus Peter Sasse hatte es dank Stadtarchivar Dr. Rolf-Dieter Kohl herausgefunden:

Die Stadt stand einst unter der direkten Herrschaft des kleinen Feldherren. Sasse und Kohl hatten zusammen eine herrliche Lügengeschichte gesponnen, die den ersten Bürger der Stadt dazu bemächtigte, das 659. Gertrüdchen zu eröffnen.

Großherzöglicher Kurort mit Herz für Pferde - das ist Neuenrade während des Gertrüdchens 2014.

Nachdem der Bürgermeister sich im Rathaus gar von einem Gewehr hatte bedrohen lassen, um die Geschichte authentisch darzustellen, trat endlich der Stadtsoldat auf den Rathaus-Balkon, um die Eröffnung des Neuenrader Volksfestes zu verkünden.

Drei knallende Peitschenhiebe später war die schöne Amüsiermeile eröffnet. Chorgesang und Blasmusik begleiteten die Schaulustigen während ihres ersten Bummels.

Neben einer schönen Kirmes mit Autoscooter, Kettenkarussell, Zuckerwatte und Co. wird natürlich auch allerlei Markttreiben geboten. Auch am Sonntag lädt die Innenstadt noch zum Flanieren ein. Süßwaren und Kräuter, Schmuck, Kram und Kinkerlitzchen säumen den Weg zur Pferdewiese, die an den ursprünglichen Sinn des Gertrüdchens erinnert.

Wer kein Pferd ins Auto kriegt, ist nicht nur mit den Marktwaren vom Festgelände gut bedient, sondern dürfte sich auch um die schönen Angebote reißen, die Vereine und Institutionen für das Gertrüdchen organisiert haben.

So lädt auch am Sonntag noch zum Beispiel die Frauenunion zum Trödel an zwei markanten Punkten der Innenstadt ein.

Rubriklistenbild: © come-on

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