300000 Euro Gewerbesteuer von der Vereinigten Sparkasse

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Udo Brockhagen und Kai Hagen.

Neuenrade - (Update) Die Vereinigte Sparkasse hat nicht nur  ihre Bedeutung als Kreditgeber für die heimische Wirtschaft. Allein die aktuellen Ausschüttungsanteile an den kommunalen Partner Neuenrade können sich sehen lassen.

Sie belaufen sich auf 184 000 Euro und die Gewerbesteuer für die Stadt Neuenrade in Höhe von 294 478 Euro ist auch nicht schlecht. Die Balver bekommen eine Ausschüttung von 219 500 und Gewerbesteuer in Höhe von 374 559 Euro.

Das teilte die Vereinigte Sparkasse im Rahmen einer Pressekonferenz in Neuenrade mit. Zum Auftakt zeigten die Verantwortlichen den aktuellen Imagefilm der Sparkasse und die Botschaft in dem Kurzfilm ist klar: Die Mitarbeiter lieben ihre Arbeit, den Umgang mit den Menschen, sie sehen ihren Job nicht allein als Broterwerb. Sie freuen sich, wenn sie den Kunden helfen können.

Klar, es ist ein Imagefilm – dennoch nimmt man es den Mitarbeitern der Vereinigten Sparkasse ab, die über ihre Arbeit dort eine Aussage treffen sollten. Der Film ist Teil des 1. Preises, den die Sparkasse in ihrem Verbandsgebiet für die Vertriebsleistung einheimste (wir berichteten).

Wie weit tatsächlich der Service eines Sparkassenmitarbeiters gehen kann, machten Udo Brockhagen, Privatkundenleiter in Neuenrade und Vorstand Kai Hagen deutlich: So hat Brockhagen schon das eine oder andere Mal im Ausnahmefall älteren Kunden durchaus schon Geld nach Hause gebracht und auch der Vorstandsvorsitzende Kai Hagen (er wohnt in Neuenrade), ist sich da nicht zu schade. Es ist eine schöne Geschichte zur Bodenhaftung und zum Service-Anspruch der Mitarbeiter und Chefs der Sparkasse. Ob es ähnliches bei großen Privatbanken gibt? – Man weiß es nicht.

Bei der Bilanzpressekonferenz am Mittwoch jedenfalls konnte Sparkassenvorstand Kai Hagen viel Gutes zum Ergebnis 2015 verkünden: Zuwächse von mehr als 7 Prozent beim Bestand und das Neugeschäft wuchs gar um 9 Prozent auf 240 Millionen Euro. Das Gesamtkreditvolumen beläuft sich auf 1,248 Milliarden. Und auch beim Einlagengeschäft legte man zu: trotz des dramatisch niedrigen Zinsniveaus wurde der Bestand um vier Prozent ausgebaut – auf 1,043 Milliarden. Bei der Sparkasse sieht man das als Vertrauensbeweis.

Udo Brockhagen, Leiter der Abteilung Privatkunden in Neuenrade sagte: „Wir freuen uns sehr über das damit ausgesprochene Vertrauen.“ Gerade in der Niedrigzinsphase sei es wichtig, mit dem Kunden individuelle Lösungen zu erarbeiten. Um der sogenannten Realzinsfalle (Zins ist niedriger als die Inflationsrate) investieren die Kunden in Immobilien, Aktientitel und Fonds, die das Risiko breit streuen. Die Bestände bei den Kundendepots steigen. Gut verdiente die Sparkasse auch mit Provisionen. Wie im Vorjahr erreichte man hier 10 Millionen.

So erreichte die Vereinigte Sparkasse unter dem Strich eine Ergebnis nach Steuern in Höhe von 9,36 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen wie Strafzinsen und Nullzinspolitik, gestiegenen Eigenkapitalanforderungen und überbordenden Regulatorien hält das sicher nicht nur Kai Hagen für eine gute Leistung. Zur Geldpolitik sagte er ganz klar: „Das ist eine kalte Enteignung der Sparer. Jahr für Jahr.“ Hagen sagte sogar, dass es sich um einen Angriff auf das Geschäftsmodell der Banken und Sparkassen handele.

 Dabei betont der Vorstand, dass nicht Gewinnmaximierung das erste Ziel ist, sondern Bildung weiterer Vorsorgereserven um den Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Stärke sei wichtig, an irgendwelche Fusionsgespräche denke man nicht. Auch betonte Kai Hagen, dass die Arbeitsplätze bei der Sparkasse sicher seien. Mehr als 14 Gehälter – und damit über Tarif könne man zahlen.

Zudem habe man Externe eingestellt und es bestünden da noch weitere Möglichkeiten. Udo Brockhagen verwies zudem auf die Aufstiegsmöglichkeiten innerhalb des Hauses. Klar ist: Die Bedeutung der Mitarbeiter steigt. Und die heimische Wirtschaft? Kai Hagen erwähnt hier VW und die USA-Geschichte. Da habe es in der heimischen Wirtschaft angesichts gewisser Abhängigkeiten vom Konzern Sorgen wegen VW gegeben. Nun sei der Alltag eingekehrt. Es laufe gut auf hohem Niveau.

Tatsache ist: Die Vereinigte Sparkasse hat ihre Bedeutung für die heimische Wirtschaft. Allein die aktuellen Ausschüttungsanteile an den kommunalen Partner Neuenrade belaufen sich auf 184 000 Euro und die Gewerbesteuer für die Stadt Neuenrade in Höhe von 294 478 Euro ist auch nicht schlecht. Etwas besser kommen die Balver weg. Die bekommen eine Ausschüttung von 219 500 und Gewerbesteuer in Höhe von 374 559 Euro.

Von Peter von der Beck

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