Bernd Stelter zieht in der Lennehalle alle Register – 650 sind aus dem Häuschen

Stelter holt 650 Besucher von den Stühlen

Bernd Stelter liebt den Kontakt zu seinem Publikum. Das war auch in der Lennehalle zu Nachrodt so. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde -  Das war grandios. Anders lässt sich der Abend, den 650 Zuschauer am Samstagabend, 31. Oktober, in der ausverkauften Nachrodter Lennehalle erlebten, wohl nicht beschreiben. Drei Stunden sorgte Comedian Bernd Stelter für Begeisterung.

Wer aber glaubte, er erlebe ein klassischen Comedy-Abend, der irrte. Denn es gab auch ernste, emotionale Momente. Und so kullerte an diesem Abend auch die eine oder andere Träne über die Gesichter.

„“, lautet Stelters Devise für einen solchen Abend. Er selbst, so berichtete er, habe oft genug im Theater gesessen, und wenn es nur witzig war, habe er nach einer halben Stunde auf die Uhr geschaut. „Ein guter Abend im Theater, das bedeutet natürlich laut lachen, von mir aus auch auf die Schenkel klopfen, aber da müssen doch auch diese Momente sein, in denen man sich einfach zurücklehnt und wohlfühlt. Da muss einem doch auch mal das Lachen im Hals stecken bleiben“, so Stelter.

Trotzdem: Es wurde gelacht, bis die Bauchmuskeln schmerzten und die Augen tränten. Doch es gab auch jene Momente, die aus dem schönen Abend einen unvergesslichen machten. Und das waren meist die Momente, in denen der Musiker Bernd Stelter auf der Bühne stand. Als er am Klavier das Liebeslied „If you can read my mind, Love“ anstimmte und mit seiner unverwechselbaren Stimme Zeile für Zeile sang, versank manch ein Besucher in Traumwelten. Viel zu schnell hörte er auf. Für die meisten hätte er noch Stunden weitersingen können. Emotionaler Höhepunkt war aber ganz klar das Finale. Bernd Stelter singt „Bis der Tod uns scheidet“. Ein Lied über seine verstorbenen Eltern, die sich innig liebten und kurz hintereinander verstarben. Es wurde ganz still in der Lennehalle und die Augen im Publikum glitzerten. Auch Stelter selbst schien sichtlich bewegt, musste erst einmal schlucken, bevor er sich von der Bühne verabschiedete – ein ganz besonderer Moment.

Doch er kam zurück. Knapp eine dreiviertel Stunde Zugabe stand noch auf dem Programm. Und da durfte natürlich auch eines seiner bekanntesten Lieder nicht fehlen. Lauthals sang er gemeinsam mit dem Publikum „Ich hab’ drei Haare auf der Brust, ich bin ein Bär“. Die Stimmung kochte und keiner wollte sich verabschieden. Weder Stelter noch das Publikum. Und so nahm der Comedian kurzerhand seinen Klavierhocker, setzte sich an den Rand der Bühne und plauderte noch ein wenig mit dem Publikum. Ein Star zum Anfassen. Ausführlicher Bericht in der Montagausgabe, 2. November, des AK.

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