Neuanfang für Wiblingwerder Backstübchen

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Neben der Pizzeria entsteht der Anbau für das Wiblingwerder Backstübchen

Nachrodt-Wiblingwerde - Viele hatten Jens-Christian Brockmann die Daumen gedrückt. Jetzt ist ein glücklicher Neubeginn für den Bäcker in Sicht: „Von der Ente zur Backstube“, schmunzelt Manfred Hohage. Denn dort, wo vor kurzem noch an einem Auto – einer Ente – geschraubt wurde, soll in wenigen Wochen köstliches Brot gebacken werden.

 Die Umbauarbeiten für das neue Wiblingwerder Backstübchen an der Nachrodter Straße 4 liegen in den letzten Zügen. Mittwoch (28. September) kommen die ersten Geräte.

 50 Quadratmeter ist die Backstube groß, 25 Quadratmeter wird der Verkaufsraum, der gerade als Anbau neben der Pizzeria entsteht. Die Bodenplatte liegt. Ein Durchbruch inklusive Treppe wird Backstube und Verkaufsraum verbinden.

„Mitte November werden die ersten Brötchen verkauft“, freut sich Manfred Hohage mit Jens-Christian Brockmann. Der Bäcker hatte vor einem Jahr schweren Herzens seine gut laufende Backstube aufgrund erheblicher Differenzen mit dem damaligen Vermieter aufgegeben. Seine Geräte lagerte er beim Bauhof und verdiente sein Geld bei Rewe in Hohenlimburg. Nun strahlt er dem Neuanfang als Jungunternehmer entgegen.

„Manfred und Robin Hohage ermöglichen das“, sagt der 34-Jährige, der mit seinem Team Nina Nastasi, Daniela Flanz und Michael Grobe den zweiten Anlauf angeht. Natürlich soll es ein Wiblingwerder Landbrot geben, ein Roggenmischbrot. Brot, Brötchen. Gebäck. Und auch Torten sollen angeboten werden. „Alles handgefertigte Produkte, es gibt keine Fertigmischungen oder Zusatzstoffe“, sagt Jens-Christian Brockmann, der sich sicher ist, dass die Qualität begeistern wird.

„Das wird wieder geschätzt“, ist auch Manfred Hohage überzeugt davon, dass ein Umdenken längst stattgefunden hat, dass die Bevölkerung auch gern ein paar Cent mehr für handgefertigte Produkte bezahlt. Dort, wo Jens-Christian Brockmann sein neues Domizil hat, war übrigens auch früher schon einmal eine Bäckerei. „Vor 25 Jahren. Es war ein Familienbetrieb, der auch nach Lüdenscheid geliefert hat“, erzählt Manfred Hohage. Dass er den jungen Bäcker unterstützt, versteht sich für ihn von selbst. Übrigens: Stehtische sollen im neuen Verkaufsraum aufgestellt werden – und Kaffee „to go“ soll es auch geben. „Das möchten die Leute heute gern.“

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