Kinder berichten von ihren Wunschzetteln

Jedes Kindergartenkind erhielt von dem Geschäft Kotte am Markt eine Ausstechform, die sie nach dem Plätzchen Ausstechen auch mit nach Hause nehmen konnten. Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Es duftet nach frischen Plätzchen, Zimt und Lebkuchen. Fröhliche Kinderstimmen dringen aus der Küche des Schlosshotels Holzrichter. Dort backten nämlich nicht die Spitzenköche des Hotels, sondern die Kinder des evangelischen Kindergartens Wiblingwerde. Für die kleinen Bäcker war das ein ganz besonderes Erlebnis.

Schon in aller Frühe, um kurz nach 8 Uhr, ging es los in Richtung Veserde. Mit dem Bus. Allein das war für die Kinder ein großes Abenteuer. Einige waren sogar so aufgeregt, dass sie am Vorabend gar nicht einschlafen konnten.

In Veserde angekommen, wurden die Kinder erst einmal mit Schürzen ausgestattet. Die Köche hatten den Teig bereits vorbereitet. Gemeinsam mit den Kindern wurden die Plätzchen ausgestochen. „Normalerweise backen wir zuhause auch. Ich helfe Mama immer. Aber dieses Jahr haben wir das noch nicht“, erzählt Leon-Odin.

Es entfacht eine kindliche Diskussion zum Thema Weihnachten. „Also ich habe mir Rollschuhe gewünscht. Die sind so groß“, erzählt die dreijährige Romina und formt mit den Händen die Form eines Kartons. Während sie von ihrem Wunschzettel berichtet, strahlen ihre Augen und ihre Wangen sind gerötet. Ein bisschen aufgeregt ist sie schon, wenn sie an Weihnachten denkt. Sie wüsste nur zu gerne, wie der Weihnachtsmann oder das Christkind aussehen. „Die können nur Mama und Papa sehen. Die legen die Geschenke unter den Tannenbaum und fliegen dann wieder weg.“ Ganz klar, Romina weiß Bescheid.

Bei ihrer Freundin Emily ist das übrigens genauso: „Manchmal sind die so schnell, da kann man so gerade noch was erkennen. Mama und Papa haben das Christkind aber sogar schon einmal getroffen.“ Lara hingegen hofft, dass sie dieses Mal einen Blick erhaschen kann. Schließlich ist sie jetzt schon ein großes Kindergartenkind, das erhöht die Chancen: „Letztes Mal war ich noch so klein, da habe ich die ganze Schokolade vom Weihnachtsbaum gegessen.“

Lara hofft, dass sie dieses Jahr sieht, wie die Geschenke unter den Baum kommen. „Hoffentlich ist ein Halter für Stifte dabei – und Gummis für Armbänder“, sagt sie. Auf ihren Wunschzettel habe sie das ganz ordentlich gemalt, damit das Christkind auch sicher weiß, was es bringen soll. Mit Stiftehaltern und bunten Gummis kann Leon-Odin hingegen gar nichts anfangen. Er wünscht sich einen ferngesteuerten Tieflader. Genauer gesagt „so ‘nen richtig großen, wie auf der Baustelle, der richtig durch Matsch fahren kann“. Sein Kumpel Lasse-Thor findet die Idee auch super. Da ist er gar nicht drauf gekommen. „Aber jetzt ist mein Wunschzettel ja schon beim Christkind, egal“, sagt er. Sein Wunsch ist schließlich auch nicht schlecht. Er wünscht sich ein ferngesteuertes Motorrad. Jan hingegen hat es nicht so mit Autos. Er will lieber in die Welt der Piraten eintauchen. Daher wünscht er sich „ein echtes Piratenschiff“. Allerdings ist er sich nicht so sicher, ob das Christkind das auch tragen kann, „ist ja schließlich ein kleines Mädchen“.

Während die Kinder backen, wächst die Vorfreude auf Weihnachten. Der kindlichen Vorfreude können sich auch die Köche nicht entziehen. Eifrig diskutieren sie mit den Kindern, was das Christkind wohl bringen mag. „Ganz viel Schokolade natürlich“, weiß Emily. Die Kekse konnten die Kinder im Anschluss mit nach Hause nehmen. Ein Blech wurde zudem noch für den Kindergarten gebastelt.

Möglich wurde diese vorweihnachtliche Aktion durch viel Hilfe. Holzrichters stellten Küche, Personal und Zutaten. Das Geschäft Kotte am Markt spendete die zahlreichen Formen, von denen jedes Kind eine mit nach Hause nehmen durfte und die Landbäckerei Grobe lieferte den „Rohbau“ der Lebkuchenhäuser, die von den Kindern kunterbunt verziert wurden.

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