Waldkindergarten muss nach Wasserschaden umziehen

Nadine Richter zeigt die Stelle, an der die Wasserleitung gebrochen ist: Kurz vor dem Absperrhahn hatte sich das Rohr aus einer Schraubverbindung gelöst. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Auf einen mittleren fünfstelligen Betrag schätzt Nadine Richter, Leiterin des Waldkindergartens in Wiblingwerde, den Schaden, den ein Rohrbruch in ihrer Einrichtung angerichtet hat. Das Gebäude muss umfangreich saniert werden.

Die Erzieherinnen waren mit den Kindern wie so oft im Wald unterwegs gewesen, als der Schaden an der Hauptwasserleitung auftrat und die vier umgebauten Bürocontainer unter Wasser setzte. „Als wir zurückkamen, lief das Wasser schon unter der Eingangstür durch“, beschreibt Nadine Richter den Moment, den sie lange nicht vergessen wird. Fast das gesamte Gebäude, das Eltern mit viel Eigenleistung auf-, um- und ausgebaut hatten, wurde durch den Wasserschaden in Mitleidenschaft gezogen. Nur der Waschraum und die Toiletten blieben verschont, der Gruppenraum ist nicht ganz so stark betroffen wie die anderen Räume. „Es müssen aber wohl fast alle Böden und Wände ‘raus“, erklärte Nadine Richter mit Blick auf die durchnässten Spanplatten, mit denen die Container vor gut zehn Jahren ausgebaut worden sind. Glück im Unglück: Für die Arbeiten können die in Kürze beginnenden Sommerferien genutzt werden, dann ist der Waldkindergarten ohnehin drei Wochen lang geschlossen.

Die Zeit bis zum Beginn der Ferien muss das Kindergarten-Team aber irgendwie überbrücken. „Zum Glück können wir mit den Kindern ja viel nach draußen gehen“, sagt Richter. Am 25. und 26. Juni wird die Einrichtung jedoch geschlossen bleiben, ebenso am 20. Juli. Dazwischen soll das Gebäude entkernt und saniert werden. Mindestens drei Wochen soll nach bisheriger Einschätzung dauern, eventuell aber auch länger. Gemeinsam mit dem Jugendamt hat der Waldkindergarten deshalb schon nach einer Ersatzunterkunft gesucht – und ist fündig geworden. „Wir bekommen in der Tagungsstätte Auf dem Ahorn zwei Räume mit eigenem Eingang und sanitären Anlagen. Denn auch wenn wir die Kinder im Wald betreuen, brauchen wir ja eine Schutzunterkunft und Anlaufstelle“, erklärte Nadine Richter. Am Freitag hat sie sich die Möglichkeiten, die der „Ahorn“ bietet, zusammen mit Vertretern des Jugendamtes angeschaut und ist damit sehr zufrieden: „Der Wald am Gelände ist sehr schön und es gibt sogar einen Waldspielplatz.“

Weil noch die Vorbereitungen für den Umzug und die Sanierung getroffen werden müssen, soll der Waldkindergarten in der nächsten Woche am Donnerstag und Freitag geschlossen bleiben. „Wer an diesen beiden Tagen Probleme mit der Kinderbetreuung hat, kann sich eventuell Hilfe bei anderen Familien holen, denn es einige Familien vorgeschlagen, dass sie sich gegenseitig aushelfen wollen“, erklärte Nadine Richter. Den Betrieb „Auf dem Ahorn“ wird der Waldkindergarten dann am 21. Juli aufnehmen. Für die Beförderung der Kinder sollen möglichst Fahrgemeinschaften gebildet werden.

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