Walzwerke Einsal arbeiten den Chemieunfall auf

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Der 23. Juli war ein langer und harter Tag für die Einsatzkräfte der Feuerwehr. 110 Blauröcke waren nach der Explosion bei den Walzwerken Einsal zum Teil mehr als acht Stunden im Einsatz.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Aufarbeitung des Chemieunfalls bei den Walzwerken Einsal ist auch zwei Wochen nach der Explosion eines fast leeren Chemikalientanks noch nicht abgeschlossen. Allerdings kristallisiert sich heraus, dass das Unternehmen selbst keine Schuld trifft.

Nach dem Zwischenfall, der mehr als 100 Feuerwehrleute auf den Plan gerufen hatte, seien zahlreiche Untersuchungen angestellt worden, um die Ursache für die Explosion herauszufinden, sagte Walzwerke-Geschäftsführer Dr. Bodo Reinke am Donnerstag.

„Es gibt aber keine Anhaltspunkte für eine Schwachstelle in unserem internen System oder dafür, dass wir Vorschriften nicht beachtet oder Sicherheitsvorkehrungen nicht getroffen haben. Stattdessen verdichten sich die Anzeichen dafür, dass die externe Wartungsfirma unsachgemäß gearbeitet hat. Wir sind aber noch dabei, das aufzuklären“, erklärte Reinke.

Wiederaufnahme des Betriebs steht nichts im Weg

Auch die Untersuchungen, die zusammen mit dem Betrieblichen Arbeitsschutz der Bezirksregierung angestellt worden sein, hätten keinen anderen Anhaltspunkt ergeben. Die Behörde habe dem Unternehmen mittlerweile grünes Licht für die Wiederaufnahme des Betriebs in der Strahl- und Beizhalle gegeben, sagte der Geschäftsführer weiter.

Noch wird dort allerdings nicht wieder gearbeitet. Durch die Explosion sei nicht nur der Tank für Wasserstoffperoxid zerstört worden, sondern auch einige Anschlüsse. Die beschädigten Teile müssten nun ersetzt und die gesamte Anlage noch genau überprüft werden. Dr. Bodo Reinke rechnet damit, dass dies noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen wird.

Lob für die Feuerwehr

Das Unternehmen werde auch prüfen, ob weitere vorbeugende Maßnahmen ergriffen werden könnten, die eine Wiederholung eines solchen Chemieunfalls möglichst ausschließen, gab Reinke Einblick in die internen Überlegungen. Er sprach von einem ärgerlichen Zwischenfall, der aber zum Glück keine Verletzten gefordert und auch für die Bevölkerung keine akute Bedrohung dargestellt habe. Für die Arbeit der Feuerwehr fand Reinke anerkennende Worte: „Wir sind der Feuerwehr sehr dankbar für ihre umsichtige Vorgehensweise.“

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