"Diese Maschine ist nicht seriös"

Vorsicht vor angeblich amtlichem Anschreiben

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Sieht amtlich aus - ist es aber nicht: Das Anschreiber einer Firma, die Gewerbeeinträge machen möchte.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Vorsicht!“, sagt Fachbereichsleiter Axel Boshamer und weist auf ein Schriftstück hin, das in diesen Tagen zahlreiche Nachrodt-Wiblingwerder-Gewerbebetriebe und Selbstständige erhalten haben.

Absender ist angeblich die Gemeinde selbst, doch das dementiert Boshamer ausdrücklich. „Der Brief hat vielleicht einen amtlichen Anstrich, was durch die Überschrift „Nachrodt-Wiblingwerde.Gewerbe-Meldung.de“ suggeriert werden soll.“ Doch der Fachbereichsleiter aus dem Amtshaus stellt klar: „Der Empfänger sollte aufpassen, wenn er sich nicht mit Kopfbögen auskennt. Bei offiziellen Schreiben der Doppelgemeinde ist immer im Briefkopf die zuständige Stelle, ein Ansprechpartner und eine Telefonnummer für Rückfragen verzeichnet. Das fehlt hier gänzlich.“

Das ist nicht unser Briefkopf

 Boshamer spricht von einer „Masche, die nicht seriös ist“. Denn in dem Schreiben geht es um einen angeblich wichtigen Eintrag in ein Gewerberegister. „Auf Seite 2 des Schreibens wird der Empfänger aufgefordert, seine bereits vorgedruckten Daten zu ergänzen und dann ,kostenfrei’ an die Zentrale in Leipzig zu verschicken. Allerdings steht weiter auf der Seite im Kleingedruckten, dass eine Veröffentlichung in diesem Gewerbeverzeichnis für drei Jahre gilt und 348 Euro plus Umsatzsteuer, also gemeinhin 414,12 Euro pro Jahr, kostet. Dann ist man in einem Verzeichnis, das eh niemand liest.“ Boshamer warnt: „Leider kann man hier nicht von Betrug sprechen, weil der Betrag klar erkennbar ist, auch wenn er klein gedruckt ist. Aber es handelt sich hier um eine unseriöse Werbung, die sich an Gewerbetreibende richtet.“

Bringt nichts - kostet nur Geld!

Die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde warne deshalb vor dieser Masche. „Sie bringt nichts und kostet nur Geld. Wir empfehlen, dieses Schreiben nicht zu unterzeichnen oder wegzuschicken. Wer dies vielleicht aus Versehen doch getan hat, der sollte innerhalb der Kündigungsfrist von acht Tagen eine sofortige Kündigung, am besten per Mail oder per Einschreibe-Brief mit Rückschein, an die angegebene Adresse senden“, warnt der Mann aus dem Amtshaus. Zur vollständigen Hilfe noch einmal die Mail-Adresse für den Widerruf: info@gewerbe-meldung.de

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