Sekundarschulleiterin hat viel Arbeit statt langer Ferien

Schulleiterin Anne Rohde hat auch in den Sommerferien alle Hände voll zu tun. Stundenpläne erstellen ist nur ein Bruchteil der Arbeit.

Nachrodt-Wiblingwerde - Auf sechs Wochen schulfrei kann sich Sekundarschulleiterin Anne Rohde nie einstellen. Ganze zwei Wochen waren ihr vergönnt, denn die Schule befindet sich schließlich noch immer im Aufbau.

„Ich habe noch am Montag neue Lehrer eingestellt“, berichtet sie. Jetzt muss die Bezirksregierung flott ihr Okay geben, damit zum Schulstart am 12. August alle Lehrkräfte ihren Dienst antreten können und der Unterricht wieder rund läuft.

Insgesamt drei Bewerbungsrunden hat Anne Rohde gestartet, viele Interessenten empfangen und doch lange suchen müssen. „Das Sekundarschulkonzept sieht die Möglichkeit vor, Schülern zu verschiedenen Abschlüssen zu verhelfen. Dem müssen wir gerecht werden und deshalb braucht es auch viele Studienräte an unserer Schule“, erklärt sie. Die neue Kollegin Karolina Marschall wird sie am ersten Schultag noch ernennen. Ein Start, der auf Kante genäht ist.

Mit Sonderpädagogin Andrea Karthäuser, Benjamin Hoch und den Realschul-Kollegen Herbert Gebker und Bettina Hilberoth-Jäger begrüßt die kommunal übergreifende Schule weitere Verstärkung im Team. Als Vertretungslehrer konnte Nils Schneider für eine Verlängerung gewonnen werden, Sarah Beermann und Thomas Werth ergänzen das Kollegium befristet. Der britische Fremdsprachenassistent Bradley Ledger stößt am 17. August zum Team. Auch das erweiterte Kollegium braucht Stundenpläne - nicht nur die Schüler.

Drei hohe Stapel mit Fortbildungsunterlagen liegen in Anne Rohdes Büro bereit. Nicht nur Schüler, Lehrer und Eltern wollen mit aktuellen Informationen versorgt sein: Sämtliche Kooperationspartner und Förderer brauchen Leistungsnachweise, damit besondere Arbeitsgemeinschaften und Wahlpflichtfächer angeboten werden können. Die wachsende Schule braucht zudem immer neues Mobiliar. Es wurden Regale geschraubt und Lehrerpulte angeliefert, weitere Klassenräume mit Dokumentenkameras, Leinwänden und Beamern ergänzt. Die sind Teil des von den Kommunen genehmigten Technikpakets, welches das selbständige Lernen fördert.

60 Fünftklässler erwartet Anne Rohde zum Schulstart. Auch während der Ferien melden sich immer noch Familien, die entweder zugezogen sind oder verspätet zugewiesen wurden. Manche Kinder haben erhöhten Förderbedarf, der berücksichtigt werden muss, andere Familien wollen ihre Kinder gern in der Mittelstufe anmelden. „Die ist aber voll“, erklärt Anne Rohde. Höchstens durch Umzug wird in den siebten und achten Klassen mal ein Platz frei und das ist erst zwei Mal vorgekommen.

Hilfe bei der Koordination des neuen Schuljahrs haben Gudrun Reinecke-Bartelt, Oliver Held und auch das Realschul-Kollegium geleistet. „Ohne gegenseitige Hilfe geht nichts!“ erklärt Anne Rohde. Und das ist eine Lektion, die auch die neuen Schüler lernen werden.

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