Zusammenlegung spart 32.000 Euro

„Feuerwehr ist mehr als Brandschutz“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Susanne Jakoby (links) während der Sitzung des Rates. Im Saal der „Rastatt“ fiel die Entscheidung über die Zukunft der Löschgruppe Veserde. -  Foto: Fischer-Bolz

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Wahrheit ist manchmal bitter. Sie zu verkaufen auch. Und so machten alle Mitglieder des Rates und der Verwaltung in der Rastatt deutlich, welch Kummer mit der Entscheidung einhergeht: Mit drei Enthaltungen (zwei SPD, einmal UGW) hat sich der Rat der Gemeinde für eine Zusammenlegung der Löschgruppen Wiblingwerde und Veserde entschieden.

„Das war keine Angelegenheit, die übers Knie gebrochen wurde“, so Bürgermeisterin Birgit Tupat, die während der Sitzung noch einmal hervorhob, dass „es nicht darum geht, einen Standort zu zerschlagen“. Sachliche und finanzielle Gründe standen gegen Emotionalität, Kameradschaft und Gemeinschaft (das AK berichtete).

„Feuerwehr ist mehr als Brandschutz“, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende. Eine Änderung des Brandschutzbedarfsplan wird nicht bis Mitte Dezember zu schaffen sein, so dass die offizielle Fusion zum 1. April des kommenden Jahres stattfinden soll.

Das beschlossene Modell sieht vor, dass die bisher durch den Bauhof genutzte Gerätehalle in Wiblingwerde bautechnisch so hergerichtet wird, dass die Fahrzeuge der Löschgruppe Veserde dort untergebracht werden können. Der technische Aufwand sei nicht groß, die Kosten liegen bei etwa 18.000 Euro. Das Mehrzweckfahrzeug in Wiblingwerde kann verkauft werden, weil das Löschgruppenfahrzeug von Veserde das erforderliche Schlauchmaterial und eine tragbare Pumpe hat. Die Ausweitung des Einsatzgebietes der Löschgruppe Wiblingwerde ist vergleichbar mit dem Einsatzgebiet des Löschzuges Nachrodt vom Gerätehaus bis Opperhusen.

Die Zusammenführung soll eine Kostenersparnis in Höhe von 32.000 Euro bringen. Mittelfristig können aber eine höhere Kostenersparns erreicht werden, etwa bei der Ersatzbeschaffung von Fahrzeugen. Alle Ratsmitglieder hoffen, dass durch die Zusammenlegung eine starke Truppe in Wiblingwerde heranwächst – „es kann ein Löschzug mit einer Stärke von 30 Personen entstehen“, so der Wunsch, dass sich die Veserder Wehrmänner nicht von ihrem Engagement abwenden werden. Die Löschgruppe soll Wiblingwerde-Veserde heißen.

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