Wer trödeln will, muss früh aufstehen

Das eine oder andere Schnäppchen beim Trödelmarkt sorgte für frohe Gesichter. - Fotos: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist 6.50 Uhr. Als Christian Pohlmann am Sonntagmorgen an der Lennehalle ankommt, warten davor bereits rund 200 Menschen. Bepackt mit zahlreichen Kisten, Säcken, Tüten und Tapeziertischen. Der Förderverein des Gartenhallenbades hat zum Trödelmarkt eingeladen und die Zeit für die Händler drängt, denn schon in drei Stunden werden die Besucher herein gelassen.

Von Lydia Machelett

In der Halle ist bereits alles vorbereitet. Das haben Pohlmann und die anderen Mitglieder des Fördervereins bereits am Tag zuvor gemacht. 72 Standmarkierungen mussten in der gut 1000 Quadratmeter großen Halle für insgesamt 250 laufende Meter Verkaufsstände auf dem Boden angebracht werden. „Wir sind da mittlerweile etwas professioneller und machen das mit einer Computer-Software“, erklärt Pohlmann, wie die Standplätze vergeben werden. Durchschnittlich sei ein Stand drei Meter lang. Wie lang genau, entnimmt er aus den Anmeldungen. Und dann beginnt das Planen. Die Regel lautet: Möglichst platzsparend, aber dennoch genug Bewegungsfreiheit für die Besucher. Nach seinen Vorbereitungen werden mit buntem Klebeband die Umrisse der Stände auf den Boden geklebt. „Daran muss sich dann jeder halten“, erklärt der Chef-Organisator.

Schnell haben am Sonntagmorgen alle Händler ihre zugewiesenen Stände gefunden und beginnen mit dem Aufbau. Die Stimmung ist gut. Man kennt sich und freut sich auf den Tag. Währenddessen sind die 25 ehrenamtlichen Helfer des Fördervereins im Dauerstress. Denn neben dem Treiben in der Halle, das kontrolliert werden muss, beginnt langsam das Chaos auf dem Parkplatz und auch für die Bewirtung der Gäste müssen Vorbereitungen getroffen werden. „Wir haben aus den Vorjahren gelernt. Es gibt zu den Stoßzeiten einen Parkplatzwächter. Zudem haben wir Pylonen angeschafft, um den Autofahrern Orientierung zu geben“, erklärt Pohlmann. Zur besseren und vor allem schnelleren Verständigung der Helfer untereinander wurden zudem noch Funkgeräte angeschafft.

Um Punkt 10 Uhr öffnen sich dann die Türen der Lennehalle für die Besucher. Und die strömen auf der Suche nach den besten Schnäppchen gleich hinein. Direkt beginnt das Handeln und die Kassen der privaten Händler klingeln. „Das Angebot ist gut. Wir achten allerdings darauf, dass wir keine kommerziellen Händler haben“, sagt Pohlmann. Von Spielzeug über Kleidung und Schmuck bis hin zu Filmen und Kunst gibt es alles, was die Herzen der Kunden höher schlagen lässt.

Und auch die Cafeteria und der Platz rund um den Grillstand füllen sich. Die Nachrodt-Wiblingwerder nutzen den Besuch auf dem Markt zum Klönen in gemütlicher Runde. Pohlmann und seine Helfer haben dafür keine Zeit. Sie haben alle Hände voll zu tun, um für Nachschub an der Essenstheke zu sorgen. Mit dem Gewinn aus der Veranstaltung wird die Kasse des Fördervereins aufgefüllt, der wiederum den Betreiberverein des Gartenhallenbads unterstützt. Unter anderem soll damit ein Filterwechsel ermöglicht werden, der rund 10 000 Euro kosten soll.

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