Thorsten Schick: CDU-Kandidat für die Landtagswahl im Wahlkreis 121

„Wir brauchen eine Regierung mit einem Konzept“

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Thorsten Schick und Christel-Voßbeck-Kayser in der Rastatt

Nachrodt-Wiblingwerde- Mit 58 von insgesamt 59 Stimmen wurde am Mittwochabend, 29. Juni,  Thorsten Schick als CDU-Kandidat für die Landtagswahl 2017 gewählt. Dazu hatten sich die CDU-Mitglieder der vier Städte, die den Wahlkreis 121 bilden – also Nachrodt-Wiblingwerde, Altena, Werdohl und Iserlohn – in der Nachrodter Rastatt getroffen.

Schick hat sich viel vorgenommen. Themen wie die innere Sicherheit, Ausbau der Infrastruktur, Hilfen für die Wirtschaft oder Familienpolitik will er in Angriff nehmen und vorantreiben. Schick teilte deutlich aus. „Wir haben in NRW viele Chancen vergeben. Wie sonst kann es sein, dass ein Land wie Thüringen erstmals weniger Arbeitslose hat als NRW?“, fragte Schick. Auch dort habe es einen Strukturwandel gegeben. Dass NRW deutlich hinterher hinke, zeige, dass dort einiges verpasst worden sei. Gleichzeitig liege auch das Wirtschaftswachstum in NRW in der Regel unter dem Bundesdurchschnitt. „Um diese Tendenzen zu bremsen, brauchen wir eine Regierung mit einem richtigen Konzept. Und keine Frau Kraft, die auf der Frage nach ihrer Taktik sagt, dass sie die Zettel vergessen habe und die Antwort nachreiche“, sagte Schick.

Zettel vergessen

Zudem sei das, was sich die SPD für die Regierungszeit vorgenommen habe, keinesfalls erreicht worden. Das Programm „Kein Kind zurücklassen“ sei ein Beweis dafür. In keinem anderen Bundesland sei die Kinderarmut so gestiegen wie in NRW. „Dabei ist das doch kein Hexenwerk. Wir müssen sehen, dass wir Strukturen schaffen für mehr Erwerbstätigkeit. Dann geht es auch den Kindern besser“, betonte Schick. Aber Schick ging auch auf die Inhalte eines Gesprächs mit Walzwerke-Chef Dr. Bodo Reinke ein. „Die Wirtschaft ist tief frustriert über das politische Umfeld“, erklärte Schick und spielte damit auf die extrem hohen Auflagen für die heimische Wirtschaft an. Gleichzeitig werde aber in Kauf genommen, dass Waren aus China importiert würden, einem Land, in dem menschliche und umweltpolitische Maßstäbe nichts zählen würden.

Ein globales Thema

 „Wirtschaft ist ein globales Thema. Da würde ich mir mehr Unterstützung für unsere Wirtschaft wünschen.“ Denn die sei schließlich der Motor für das Leben. Großes Unverständnis zeigte er auch für den vorerst vertagten Ausbau der L692. „Man kann doch nicht sagen, die Ingenieure sind beschäftigt. Dann muss ich Know-How einkaufen. Wir müssen doch mehr Gas geben für eine ordentliche Infrastruktur für unser Gewerbe“, mahnte Schick. Das gleiche gelte für den Breitband-Ausbau. Neun von zehn Gewerbegebiete seien unterversorgt. Da sei Tempo gefragt, um die Rahmenbedingungen für Innovationen und Wirtschaftswachstum zu bieten. Schick

Wirtschaftswachstum

wurde erstmals 2005 direkt in den Landtag gewählt. Der Iserlohner arbeitete in dieser Zeit unter anderem im Haupt- und Haushaltskontrollausschuss. Sein Schwerpunktthema war jedoch die Medienpolitik. Nach dem Ausscheiden aus dem Landtag, ging der gelernte Journalist neue Wege und begann als Lehrer an der Martin-Luther-Hauptschule – bis er 2012 wieder in den Landtag gewählt wurde.

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