Keine Verletzten, aber hoher Schaden

Technischer Defekt setzt Trockner in Brand: Flammen und dichter Rauch

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Nachrodt - Flammen, die aus dem Keller schlugen, dichter Rauch, der sich über ganz Einsal erstreckte und ein beißender Geruch von brennendem Kunststoff: Als die Feuerwehr am Samstagnachmittag gegen 16.20 Uhr am Helbecker Weg eintraf, brannte der Keller eines Mehrfamilienhauses bereits lichterloh.

Die Flammen und vor allem der Rauch hatten sich bereits bis ins Obergeschoss der linken Wohnung ausgebreitet und auch die angrenzenden Parteien mussten auf Grund des Rauchs aus ihren Haushälften fliehen.

Ein Trockner hatte sich entzündet. Schnelles Handeln war gefragt. „Das war wirklich kein einfacher Einsatz. Die Zimmer waren extrem verwinkelt und der Rauch war durch das brennende Kunststoff sehr dicht“, berichtete Feuerwehrchef Michael Kling.

Schnell war klar: Da mussten alle 42 Einsatzkräfte ran, die von der Leitstelle alarmiert worden waren. Binnen Minuten rollten immer mehr Feuerwehrfahrzeuge heran. Neben den Einheiten aus Nachrodt, Veserde und Wiblingwerde kamen auch Retter aus Altena mit der Drehleiter hinzu.

Etwa eine Dreiviertelstunde dauerte es, bis die Flammen unter Kontrolle waren. „Wir haben insgesamt fünf Atemschutztrupps in die Wohnung geschickt, um das Feuer zu bekämpfen“, erklärte Kling. Ein harter Job. Denn die Bedingungen waren extrem. Rauch, die Hitze des Feuers und die tropische Außentemperatur verlangten den Feuerwehrmännern alles ab.

Das Löschwasser kam aus einem Hydranten an der Bachstraße. Mehrere hundert Meter Schlauch mussten binnen weniger Sekunden verlegt werden. Für den Einsatz wurde der Helbecker Weg komplett und die Bachstraße einseitig gesperrt. Nachdem das Feuer gelöscht war, begannen die Feuerwehrmänner mit dem Lüften der Wohnungen. „Der Rauch war so stark, dass auch die beiden angrenzenden Wohnungen ordentlich was mitbekommen haben“, erklärte Kling.

Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Allerdings können die Bewohner der drei Haushälften vorerst nicht zurück in ihre Wohnungen. Sie werden die nächsten Tage bei Freunden und Verwandten wohnen.

Nachdem die Feuerwehr ihre Arbeit beendet hatte, war die Polizei an der Reihe. Nach ersten Erkenntnissen hat wohl ein technischer Defekt an dem Trockner das Feuer ausgelöst.

Experten der Kriminalpolizei ermitteln derzeit allerdings noch. Wann die Familien zurück in ihre Wohnungen können, ist unklar.

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