Starker Jahrgang verlässt Nachrodter Hauptschule

Ein leistungsstarker Jahrgang: 24 Mädchen und Jungen verließen am Freitag die Albert-Schweitzer-Hauptschule. Alle hatten mindestens den Hauptschulabschluss in der Tasche.
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Ein leistungsstarker Jahrgang: 24 Mädchen und Jungen verließen am Freitag die Albert-Schweitzer-Hauptschule. Alle hatten mindestens den Hauptschulabschluss in der Tasche.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ 24 Zehntklässler hat die Albert-Schweitzer-Hauptschule am Freitagnachmittag auf ihren weiteren Lebensweg geschickt. Am Rande der Feierstunde sprach Schulleiter Rüdiger Grote von einem der besten Jahrgänge der vergangenen Jahre.

In seiner Rede, mit der er die Schüler verabschiedete, verglich Grote den Abschlussjahrgang mit einer Fußballmannschaft: Vor zehn Jahren erstmals aufs Feld gelaufen, hätten die Mädchen und Jungen in der Grundschule ein vierjähriges Trainingslager absolviert um dann in der Hauptschule zu einem neuen Team zusammengestellt zu werden. Grote beschrieb, dass so mancher um seinen Stammplatz habe kämpfen müssen und dass es auch gelbe und rote Karten gegeben habe. „Letztendlich ist aber eine Mannschaft gereift, mit der man voll Selbstvertrauen überall antreten kann“, bescheinigte der Schulleiter den Schülern. Ein Spieler sei auf allen Positionen zu finden gewesen, habe sich unermüdlich abgerackert: Aykut Aggül. Dass das Team sein großes Ziel jetzt erreicht habe, sei aber auch dem Trainerstab zu verdanken, der keinen Spieler aufgegeben habe.

Grote fand sogar im Zitatenschatz des früheren Bundestrainers Sepp Herberger Worte, die er den Schulabgängern mit auf den Weg geben konnte: „Nach dem Spiel ist vor dem Spiel“ bedeute beispielsweise, jetzt loszulassen undsich auf etwas Neues einzulassen. „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“ stehe für den vor den Jugendlichen schweren Weg in die Arbeitswelt oder auf weiterführende Schulen. „Die Zukunft liegt in Eurer Hand, Ihr seid die Gestalter dieser Zukunft“, redete der Schulleiter die Abschlussschüler stark. Er sei sicher, dass sie ihren Weg machen werden.

Das Rüstzeug für eine erfolgreiche Zukunft scheinen sie an der Albert-Schweitzer-Hauptschule jedenfalls bekommen zu haben. Alle 24 haben den Hauptschulabschluss geschafft. Zwölf Schüler haben darüber hinaus auch den mittleren Bildungsabschluss (Fachoberschulreife) erreicht, davon sogar sieben mit der Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe.

Bürgermeisterin Birgit Tupat, die fast auf den Tag genau vor 30 Jahren ebenfalls das Abschlusszeugnis der Albert-Schweitzer-Hauptschule erhalten hatte, betonte, dass die Schüler mit dem Erhalt ihres Zeugnisses nicht am Ziel, sondern am Anfang eines neuen Weges seien. Sie ermunterte sie jedoch, sich auf die eigenen stärken zu besinnen, sich nicht beirren zu lassen und auch bei Rückschlägen nicht locker zu lassen. „Rückschläge sind Herausforderungen“, sagte sie.

Die Schüler selbst gestalteten einen großen Teil der Abschlussfeier. So zeigten sie eine witzige Interpretation des Märchens Aschenbrödel, mit wenigen Worten, dafür aber umso mehr Bewegung. Ihre Eltern stellten sie vor die schwere Aufgabe, bestimmte Musikstücke den Lehrern der Schule zuzuordnen. Außerdem zeigten sie – unter anderem passenderweise zu dem Lied „Goodbye“ von Fly Project – Fotos von ihrer Abschlussfahrt nach Schloss Dankern. ▪ Volker Griese

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