57 Spender in der Lennehalle / 80-jährige Doris Eisenhardt immer dabei

Blutspendetermin: Probleme mit der Örtlichkeit

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Kim Malcus macht eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. Die junge Frau hat eine ganz seltene Blutgruppe: AB negativ.

Nachrodt-Wiblingwerde - Fakt ist: 57 Blutspender kamen zum Spendentag in die Lennehalle – darunter drei Erstspender. Fakt ist aber auch: Der Zuspruch hielt sich in Grenzen. Und so zeigt sich Heike Feldhagen von Calle als stellvertretende Blutspendebeauftragte in Nachrodt enttäuscht. „Wir müssen uns etwas einfallen lassen“, sagt sie.

Ist die Lennehalle nicht gut erreichbar? Diese Frage steht im Mittelpunkt der anstehenden Diskussion rund um die etwas magere Resonanz am Mittwoch. Seit zwei Jahren werden die vier Mal jährlich stattfindenden Termine am Holensiepen angeboten. „Und der Zuspruch wird immer schlechter.“ Als die Blutspendetermine noch in der Rastatt stattfanden, kamen mehr Menschen. Auch „Laufkundschaft“, also Menschen, die an der Rastatt vorbeifuhren, anhielten und Blut spendeten, war damals dabei. Ob es neben der Örtlichkeit noch andere Probleme gibt, möchte Alexandra von Calle nicht preisgeben.

Etwa zehn Helfer und Helferinnen kümmern sich bei den Blutspendeterminen in Nachrodt immer um das Wohlergehen der Gäste. Einer, der sein Amt als Blutspendebeauftragter abgibt, ist Johannes Feldhagen. Er ist erblindet und überträgt die Aufgabe nun an seine Tochter Alexandra von Calle.

Als Spenderin immer dabei ist Doris Eisenhardt. Zum 38. Mal ließ sie sich bereits einen halben Liter Blut „abzapfen“. Als sie mit 68 Jahren einmal abgewiesen wurde, war sie enttäuscht. „Da durfte ich auf einmal nicht mehr“, erzählt die heute 80-Jährige. Damals hatte man eine obere Altersgrenze eingeführt, die aber längst nicht mehr gilt. Doris Eisenhardt kommt immer zu Fuß zur Lennehalle. „Das Gehen tut mir gut“, sagt die agile Nachrodterin. Zum vierten Mal war Kim Malcus zum Spenden da. Sie hat die seltenste Blutgruppe der Welt: AB Rhesusfaktor negativ. Sie beträgt weltweit ein Prozent der Bevölkerung. „Da ist das Spenden selbstverständlich“, sagt die junge Frau.

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